Traurigkeit als Motivator

cof

Meine neue Beschreibung lautet: Ein Ort für Zwischentöne. Na dann fangen wir damit mal an, wenden uns kurz von der Poesie ab. Falls doch zum Beispiel ein Reim zu Stande kommt, dann ohne Absicht.

Wie wir damit anfangen? Mit einem mir zugesteckten Kritikpunkt.

„Deine Texte sind depressiv“

Ich gehe mir Kritik zu Herzen und möchte sie umsetzen, wenn es im Bereich des Möglichen ist. Denn ich möchte mir selbst treu bleiben, das ist eine von mir groß und fett, vielleicht auch kursiv geschriebene Priorität.
Ich stimme dem abgesehen davon zu und möchte kurz mal erklären, wie es zu solchen ‚depressiven‘ Texten und Gedichten kommt, denn ich bin mir sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die manchmal solche Gefühle und Gedanken in sich trägt und sie manchmal füttert, hegt und pflegt, als wären sie aus dem eigenen Uterus geschlüpft, wie ein Baby.

„manchmal dachte ich, ich sei anders
und doch bin ich auch nur ein Opfer 
ein Mitläufer
ein Tropfen im großen Meer 
und schwimme mit dem Strom“                                          

 

 

 

 

 

 

 
Oft sitze ich einfach in meinem Bett oder in irgendeinem anderen Bett, um ein paar Zeilen zu schreiben. Aber auch wähle ich mir gern Zugreisen, Cafés oder natürliche und grüne Orte, um bisschen zu schreiben.
Zum schreiben bin ich auch gern mal allein. Ich komme zwar gut allein zurecht, sonst würde ich auch nicht allein verreisen, aber manchmal, dann sehne ich mich nach Gesellschaft und dann schreibe ich eben genau das nieder. Dies passiert mit jeder Lebenslage, die mich zum nachdenken anregt und mich beschäftigt- Situationen, die sich in meine Bubble schleichen und viel Aufmerksamkeit von mir verlangen.
Kurz gesagt verarbeite ich mit Worten Geschehnisse und Gedankengänge.
Und was braucht manchmal bisschen mehr Zeit und Arbeit?
Richtig; Negatives.

Ich bin weder Pessimist, noch bin ich überwiegend traurig oder deprimiert. Doch wenn es mal dazu kommt, dann schreibe ich es nieder. Somit habe ich mir einen Weg frei geschaufelt, um Sachen aus meinem Kopf auf einem Blatt Papier zu schreiben oder auf kleine Tasten zu hämmern. Easy Going.

Ich bekomme überwiegend das Gefühl, dass man nicht mehr traurig, müde und ‚fertig‘ sein darf. Ist es ein Tabuthema unserer Zeit und vielleicht auch schon früher verschwiegen worden?
Doch erscheint mir es ganz menschlich einen schlechten Tag, Woche, Monat zu haben. Aus meiner Erfahrung kann ich mich nur glücklich schätzen auch solche Phasen erleben zu dürfen. Denn erst dann fange ich an Lösungen in meinem Kopf zu suchen, die mich aufheitern. Ich werde also kreativ, nicht nur im Schreiben. Denn wenn ein Tief erlangt ist, möchte ich wieder zum Hoch- zur Bergspitze, um das Tal von oben zu sehen und in die Ferne blicken zu können.

Traurigkeit dient vielleicht auch als Motivator. 

Mein Fazit?
Ich nehme mir trotzdem die Kritik an und denke darüber nach mich an ‚guten Tagen‘ mal vor Blatt und Stift zu setzen, um auch dies festzuhalten. Und trotzdem werde ich es weiterhin genießen meine Leere in Reime und Ellipsen zu packen.
Habt Mut euch zuzulassen, egal ob fröhlich oder traurig. Habt Mut

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