Ok, gut. Ich gebe zu, dass das Wort Passion übertrieben formuliert ist. Dennoch kann es eine Passion sein und werden.

Was?

Die Musik!

Ich fange am Anfang an. Als ich so langsam älter wurde und ich von der Pubertät Probe kosten durfte, entdeckte ich nach meiner 90ies Phase die musikalische Rock- und Popkultur und ließ mich treiben von deren Texten und Melodien.

Und ich bin genau bei dem ersten Punkt, den Texten, im Verlauf meines Musikgeschmackes hängen geblieben.

Mir war es nicht wichtig, ob da eine Person oder mehrere singen oder welche Musikinstrumente sie verwenden. Für mich stand immer der Text an erster Stelle. Warum?

Ich habe die Musik benutzt, um meine Gefühle von jemanden in Worte fassen zu lassen, weil es mir allein zu schwer fiel. So hatte ich jemanden, der mir eine Last nahm und ich konnte mich in der Musik wälzen, als wäre es Müsli und ich wäre die Rosine. Hm lecker.

So passierte es, dass ich nicht nur Oldies und E-Gitarren Sounds hörte. Ich konnte mich ebenso im Genre Metal wohlfühlen, sowie bei Indie Melodien. Da mir der Text im Kopf herum schwebte, suchte ich mir auch deutschsprachige Artisten. Viele Songwriter sprechen bis heute noch genau das aus, was ich so lang in mir trug.

Doch es änderte sich etwas.

Ich habe diesen Weg des Musikhörens nie verloren, doch es kam eine neue Art der Musik hinzu.

Musik ohne Lyrics. Ich lauschte feinen Tönen von Sinfonien und bebenden Technoschallplatten. Erst war ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Jetzt bin ich mir dessen bewusst.

Ich habe mich verändert und suche neue Gründe, um Musik zu hören. Diese Titel ohne Lyrics lassen mir mehr Gedankenfreiheiten in meiner Bubble und es bilden sich in meinem Kopf neue Bilder meiner eigenen Kreativität. Ich kann träumen und mir meine eigenen Interpretationen zu den Melodien dichten, ohne Vorgaben. Außerdem kann die Musik so vielseitig sein und zu jeglicher Lebenssituation passen, obwohl sie nichts ausspricht (aber ich glaube, dass sie viel an Gefühl und Gedanken überbringen möchte).

Heute höre ich also alles, was mein Herz begehrt. Laut, leise. Mit Stimme oder Mischpult. Vinyl oder Notebook. Im Zimmer oder bei einem Konzert.

Und gleichzeitig ist mir die Achtsamkeit wichtig. Bewusst darauf zu hören, wie die Noten ein großes Ganzes bilden und vorallem, was die Melodien und Texte in mir auslösen. Bekomme ich Gänsehaut? Werde ich schläfrig oder macht es mich fröhlich?

Und genau nach solch eigenen Reaktionen suche ich mir die passenden Tracks. Somit achte ich auf mich selbst, lasse mich fühlen und verstehe mich ein Stück weit mehr.

Wie hörst du? Was fühlst du?

 

7 Kommentare

  1. Im Moment bin ich ganz vernarrt in Spotify Playlists. Die lassen mich ganz neue Musikwelten entdecken. Ich merke, dass ich mit den Jahren Zugang finde zu Musikgenres, die ich als jüngeres Ich strikt abgelehnt habe. Das kann elektronische Musik sein, aber auch Country oder Soul. LG, Kaat 🙂

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    1. Ich gebe dir vollkommen recht und ich glaube, dass es auch ’normal‘ ist sich auch hinsichtlich des Musikgeschmackes weiter zu entwickeln. Oftmals verbindet man ja auch bestimmte Erfahrungen und Erinnerungen mit Songs aus unterschiedlichen Bereichen. 🙂

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