Als ich kleiner war, trug ich Zeitungen aus um mir ein kleines Geld zu verdienen. Jeden Freitag lief ich also mit gepackten Rucksack los und übergab den Alten und Jungen im Dorfe eine Zeitung.
Eines Tages öffnete ich das Tor, lief auf dem Grundstück umher und suchte den Briefkasten. Ich übersah das Schild am Toreingang. „Warnung vor dem Hunde“.
Eh ich mich versah rannte ein großer wuscheliger Hund in meine Richtung und ich suchte schnell wieder den Ausgang. Ich rannte, doch der Hund war schnell und versuchte mich zu beißen. Aus Reflex schlug ich mit meiner Zeitung dem Hund auf dem Kopf. Ich hatte panische Angst, bis der Besitzer den Hund zurückrief. Am Ende kassierte ich neben den Schock auch noch eine Anfuhr, weil ich unerlaubt das Grundstück betreten habe.

Nun zum eigentlichen Thema. Dieses Beispiel von vor mehreren Jahren soll nur eine Art Metapher sein zur Veranschaulichung meiner Gedanken und Gefühle.

Ich bin introvertiert und dieses Beispiel spiegelt ziemlich gut wieder, wie ich mich fühle, wenn ich in eine Gemeinschaft, Gruppe, etc. komme oder eingeladen werde.
Es gibt am Anfang immer einen guten und optimistischen Gedanken, da soziale Erlebnisse auch der Seele gut tun können. Auch beim Zeitung austragen, war ich guter Dinge.

Irgendwann, wenn man sich nach einem langen Weg der Gedankengänge entschieden hat sich auf Menschen einzulassen, bemerke ich schnell den Hacken und das Problem. Dann weiß ich wieder, warum ich mich manchmal zu schwer tue mit Menschen.
Ich weiße automatisch ein Anpassungsverhalten auf, obwohl es nicht meinem wirklichen Ich entspricht. (Ich rannte, wie auch der Hund).

Und dann wurde ich gebissen.

Ich könnte mich dafür oft selbst beißen.

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Ich bekomme das Gefühl verurteilt zu werden, sehe nur Kritik und nackte auf mich gerichtete Zeigefinger.
Trotz meines versuchten Anpassungsverhalten gelingt es mir nicht mich wohl zu fühlen, ganz klar. Und darauf falle ich jedes Mal rein- weil ich nicht aufgebe und Mensch und mir selbst immer wieder eine Chance gebe.
Warum lasse ich mich nicht zu?
Warum begebe ich mich nicht in Gesellschaft, wo es mir gut geht? (Nicht immer)

Weil ich mich nach Wertschätzung sehne. Oh, wie armselig. Ja, ist es in Augen anderer, aber vielmehr sehe ich es jetzt als meine Aufgabe. Und ich bin immer noch optimistisch.
Diese Wertschätzung erwarte ich nicht. Aber in guter Gesellschaft spürt man sie.

Zurück zum Hund.
Ich bekam vom Besitzer böse Worte gesagt, die eigentlich nicht gegen meine Person, sondern gegen mein Handeln waren. Und manche kritisieren meine introvertierte Art und Weise, was auch mein Handeln im Endeffekt ist. Meine Gefühle und Gedanken hierbei sind für die anderen eher unwichtig. Schon oft passiert, dass diese introvertierte Seite von mir als ‚nicht normal’ angesehen wird. Warum wird die andere Hälfte- die Introvertierten (heißt nicht, dass man Menschen nur in zwei Parts unterteilen kann- dient nur zur Veranschaulichung) so oft vergessen?

Warnung vor dem Hunde. Warnung vor den Menschen.

Vielleicht liegt mein Hundebeispiel auch zu fern, aber möglicher Weise kennt jemand dieses Gefühl und diese Situationen- lasst es mich wissen!

Eh ich noch mehr den Faden verliere, beende ich hiermit meine Gedankengänge.

Grüße aus meiner Bubble.

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