Zu laut, um gehört zu werden

Ich sitze still da wie ein Stein.
Dann lache ich hysterisch und Augen sind auf mich gerichtet.
Ich sitze inmitten von redenden Gestalten.
Sie fragen desinteressiert und profilieren sich in jedem erklingenden Ton aus dem Munde.
Getuschel, Gemurmel, Gelache.
Und ich sitze still inmitten, meinen Blick starr auf ein Lichtlein gerichtet.
Es glüht vor sich hin.
Und ich glühe vor mich hin.
Doch niemand sieht das Lodern, das Brennen, das sich in Asche zersetzen.
Sie schweigt, sie starrt.
Und dann lacht sie wieder hysterisch.
Einen lauten, verzerrten Ton gibt sie von sich.
Wie sie da angestrengt sitzt.
Ihre Beine überschlagen, mit ihren Händen beschäftigt.
Ihr Rücken ist krumm, ihr Gesicht ausdruckslos und fahl.
Ihre Beine wippen leicht vor Anspannung.
Ihre Augen bleiben zielsicher gerichtet.
Niemand sieht wegen ihrem geschlossenen Mund das innerliche Lichtlein brennen und wie es langsam die Farbe ändert.
Tanzende graue Partikel, die sich niedersetzen und zu Staub zerfallen.
Ich sitze und zerfalle.
Ich schweige und schreie.
Zu laut, um gehört zu werden.
light

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