Kleine Roadtrips

Mit dem Auto knatternd auf fremden Straßen. Der Kopf irgendwo im Himmelsgedankenuniversum oder aus dem Fenster gestreckt. Die Musik klingt abenteuerlustig und auf der Zunge liegt ein Hauch Freiheit.

Roadtrips.

Meine Erfahrungen und Tipps.

Wie es begann:

Bereits als ich kleiner war, verreisten wir des Öfteren mit dem Auto und dem Wohnwagen. Meistens verschlug es uns nach Osteuropa und es wurde entweder gewandert oder gebadet. Ich weiß, dass ich diese Urlaube als Kind genoss und vielleicht prägten sie auch meine jetzigen Reiseideen.

Doch den ersten Urlaub ohne Eltern und nur mit Auto startete ich als ich 17 Jahre alt war. Zusammen mit meinem damaligen Freund fuhren wir Richtung Westen. Unser erster Halt mit dem umgebauten VW Caddy war Paris, anschließend ging es weiter nach Fontainebleau, um zu bouldern. Bei den beiden Aufenthalten suchten wir uns passende Campingplätze, aber danach stellten wir das Auto einfach irgendwo ab.  Zum Beispiel direkt am Strand, denn wir befuhren dann die Westküste Frankreichs Richtung Süden und hatten wirklich eine gute Zeit- zum Teil durch die Flexibilität und Einfachheit mit dem Auto. Man konnte sich Ziele setzen und diese ohne Überlegung erreichen oder kurzfristig verändern. Wir schliefen nur im Auto, da er zuvor wohngerecht umgebaut wurde. Man konnte sogar im/am Auto kochen- Zeit hineinzustecken für eine noch bessere Zeit hatte sich auf jeden Fall gelohnt.
Irgendwann in Bordeaux angelangt, durchquerten wir wieder Frankreich und landeten in den Alpen, wo wir die letzten Tage in der Schweiz genossen bevor wir geradewegs wieder nach Hause fuhren.
Bei dieser ersten Tour habe ich ‚Blut geleckt’ und wollte quasi mehr.

Wie es weiterging:

In den darauffolgenden Jahren nutzte ich eher andere Art und Weisen, um zu verreisen. Entweder mit Eltern, Fernbussen oder gar mit dem Flugzeug. Es schlummerte in meinem Kopf die Idee alles mal auszuprobieren, auch getrampt bin ich: dazu HIER ein Artikel von mir.
Dieses Jahr bot es sich erneut an eine kleine Reise nur mit dem Auto zu wagen. Diesmal ging es Ende des Sommers Richtung Norden mit einem älteren, aber stilvollen Volvo. Auch der bot genügend Platz zum Schlafen.
In dieser Woche erreichten wir Nordstrand, Föhr und auch die dänische Insel Rømø. Anschließend machten wir noch Stopps in Deutschland. Es schlummern überall sehenswerte Orte.
Der Norden eignete sich auch super, um mal eine Nacht im Auto im Nirgendwo zu übernachten.

Und obwohl ich persönlich wärmere Temperaturen beim Reisen mehr mag, empfand ich den Trip in den kühleren Norden als angenehm und abenteuerlustig, weil Dänemark etwas Neues für mich war.

Was ich euch mit auf dem Weg geben kann:

Auf jeden Fall keine Angst zu haben. Es ist egal wie man reist, passieren kann immer etwas. Falls man vielleicht Bedenken hat, dann kann ich nur sagen: informiert euch! Wenn ihr mit Wissen über das Reiseziel, euer Auto und euren Bedürfnissen startet, dann seid ihr topp vorbereitet.
Natürlich muss die Grundlage für den Roadtrip, das Auto, überprüft und abgecheckt werden. Auch Regeln und Gesetze im Ausland sollten euch nicht fremd sein. Nicht in jedem Land darf man einfach so rasten und schlafen. Auch Gebühren für Autobahnen können anfallen und es wäre durchaus vorteilhaft, wenn man diese auf dem Schirm hat.
Dann gibt es so einige Dinge, die man mit sich führen sollte bzw. kann, um alles ein bisschen einfacher zu machen.
Das fängt wieder beim Gefährt an; Warnwesten, Werkzeug, extra Kanister, Sani-Kasten, Putzmittel, Frostschutz, etc. Das Auto braucht so gesagt ein rundum Carepaket. (Falls man doch mal etwas vergisst, alles Wichtige gibt es meist bei Tankstellen zu kaufen.)
Wie auch bei anderen Reisen ist es sinnvoll einen Atlas/Autoatlas mitzunehmen. Auch eine Taschenlampe mehr kann nicht schaden, das ist was ich gerne mal vergesse.
Gute Musik dabei zu haben erleichtert manchmal blöde Verkehrslagen. Allgemein kann ich den Tipp geben ein ‚Skill’ mitzunehmen. Sprich eine Sache, die euch garantiert fröhlich macht. Denn es ist ganz normal, dass nicht immer alles super läuft und ich persönlich finde, dass das auch zu einer guten Reise dazu gehört. Drum packt euch Duftkerzen, Räucherstäbchen oder vielleicht eine analoge Kamera ein- egal, Hauptsache es ist die Kirsche auf dem Reiseeisbecher.
Wenn man viel fährt, ist es auf jeden Fall auch notwendig genügend Essen und Trinken ins Auto zu packen. Raststellen sind meist überteuert und Reisen benötigen Energie, die durch ausreichend Nahrung eine Gute Basis hat. Hunger macht böse. Und wer will schon böse am Steuer sitzen. *hust, nobody
Wenn man kein eigenes Auto hat, gibt es viele weitere Wege trotzdem ein solch‘ Abenteuer zu erleben. Vielleicht habt ihr einen Reisebuddy oder ihr findet jemanden im Freundeskreis oder auch Online.
Online?
Ja, denn es gibt Plattformen, wo Reiselustige einen zweiten Reiselustigen suchen. So hat man die Möglichkeit nicht allein zu reisen, neue Freundschaften zu schließen und sich selbst weiterzuentwickeln. Vielleicht findet man dort auch jemanden mit potentiellen Reiseauto und gleichen Vorstellung/Hobbies/Zielen.

Ich würde zu jeder Zeit wieder mit dem Auto verreisen. Man hat immer sein Bett dabei, kann frei entscheiden wohin man möchte und diese einhergehende Unabhängigkeit und Sicherheit gibt mir persönlich ein gutes Reisegefühl.
Ich kann es also schlussendlich nur weiterempfehlen.
Ich plane selbst wieder in meinen Gedanken einen Roadtrip und kann es kaum erwarten.

anni&volliohnekz
Dänemark, madebyerikschulte

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