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Vor einigen Tagen quälte ich mich selbst. Wieder einmal.
Ich hatte Gedankengänge in meinem Kopf, die mich zum aufhören animieren wollten. Die stetigen essgestörten Gedankenknoten in meinem Kopf bringen mich dazu einfach aufhören zu wollen. Doch dieser Wille ist nicht genug, er reicht nicht aus. Doch habe ich nicht einen freien Willen und somit die freie Entscheidung, in dem Falle es einfach fallen zu lassen? Nein. Ganz offensichtlich nicht, aber warum? Fehlt mir das Vermögen, um meinen Willen zu entfalten? Offensichtlich, ja. Denn diese Gedanken sitzen neben dem Willen in meinem Kopf. Zusammen unterhalten sie sich, streiten sie sich und bleiben auch manchmal stumm nebeneinander sitzen. Dieses Hin und Her raubt Energie und Zeit.
Ich war also an einem Abend am Punkt angekommen, dass ich mir selbst sagte keine Lust mehr auf die psychische Krankheit zu haben, was erstmal gar nicht so übel ist. Doch der Hacken ist ja, dass man sich nicht einfach verabschieden kann. Ich kann mich nicht bockig hinsetzen, sagen „Ich will nicht mehr“ und dann ist alles vorbei.
Seit ungefähr 5 Jahren steckt diese Krankheit in mir und diese quälende Frage, wann es endlich vorbei sei, löste ein pures Chaos in mir aus.
Die Fragen nehmen kein Ende.
Vielleicht ist es die Kunst, das was einem widerfährt zu akzeptieren. Hätte ich also die nötige Akzeptanz, würden keine Fragen und kein Aufgeben sich in mir aufkochen.
Aber was passiert im Anschluss, wenn ich es akzeptiere? Verfalle ich dann gnadenlos meinen alten Mustern, hungere und leide? Oder lebe ich weiter wie gehabt, sodass es nur in mir innewohnt, als kleines Geheimnis meinerseits?
Und dabei gibt es noch einen Hacken. Sogar mehrere. Wie akzeptiert man denn nun sich selbst? Würde ich dies tun, dann wäre es nie zur Entstehung der psychischen Krankheit gekommen. Des weiteren bleibt für mich noch offen, wie man es umsetzt? Wie akzeptiere ich denn alles. Es ist ein lösungsorientierter Gedankengang, aber hat der den Willen und das Vermögen?

Mehr über das Thema habe ich hier verfasst und hier auch.  Schaut vorbei, gebt mir Feedback und habt einen schönen Tag!

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2 Kommentare

  1. Akzeptieren was ist.
    Einfacher gesagt als getan, denn was intellektuell schnell verstanden ist muss noch längst keine Gültigkeit und Wahrheit besitzen.
    Denn es ist vor allem der emotionale schmerz (trauer, wut, hass, Enttäuschung, schuld…), der da noch in einem sitzt. Dieser entstammt wiederum Gedanken, was aber erstmal nicht so wichtig ist, wenn man diese lösen will.
    Gefühle wollen gefühlt werden. Das ist wohl der Satz, den unsere Gesellschaft am stärksten ignoriert.
    Nur durch das bewusste Fühlen und sich durchdringen lassen und fließen der/aller Gefühle und Emotionen, wird man ausgeglichen und leicht. Man kann nur so tief Freude empfinden, wie man schmerz empfinden kann.
    Der Schlüssel liegt im fühlen und auflösen des Schmerzkörpers, der solch negative Gedanken immer wieder entfacht und sich darüber nährt.

    Mehr dazu in „Eckhart Tolle – Eine neue Erde“ oder in einer seiner unzähligen Videos bei youtube.
    Oder auf http://www.lebeblog.de

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