Wenn man “Flashbacks“ hat, dann ist das eine Last. Diese beschwert aber nicht die Schultern. Nein, diese Last drückt auf den Kopf und ein anderer Teil lässr sich mitten auf dem Brustkorb nieder. Der Kopf befindet sich in einer Zange, die von dem jeweiligen Ereignis zerdrückt wird. Doch der Moment bleibt und es ist ein Drücken, welches an der schlimmsten Position anhält. Der Brustkorb kann sich nicht mehr rühren. Er hebt und senkt sich nicht, weil die Last dies verhindert. Durch die Disfunktionalität  des Brustkorbes fällt das Atmen schwer. Die Luft passiert nur mit schwerer Kraft die Atemwege. Sie weicht hindurch mit aller Anstrengung, die jedoch nicht bemerkbar ist. Denn alles, jeder Zeitpunkt geschieht ohne wahrgenommen zu werden. Obwohl diese körperlichen Erscheinungen gepaart mit Schweiß und Zittern auftreten, toben ganz wilde Bilder im Kopf umher. Halt, Stopp.

Plötzlich ist der Gedankenfluss unterbrochen und es erscheint nur ein leeres, weißes Blatt. Es ist da und wechselt sich mit den wilden Bildern ab. Hin und her. Rauf und runter. Es ist eine Frage der Zeit und des Umfeldes, wann diese so genannten “Flashbacks“ verschwinden und wann sie wieder auftreten. Meist erscheinen sie, weil sie herausgefordert werden durch gewisse Dinge, die mit dem Traumaerlebnis in Verbindung gebracht werden. Das kann ein Geruch, ein Lied, ein Ort oder etwas gabz Banales sein. Man ist dem ausgeliefert und erbarmunglos aufgeschmissen. 

Wie man entkommt? Gar nicht, bis jetzt.

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