„Ich habe gelernt mich selbst zu lieben.“

Diesen Satz zu mir sagen zu können, ohne es zu müssen, sondern aus freien Willen, weil er wahrhaftig aus meinem Mund fließt: das ist mein Ziel.

In den letzten Tagen hatte ich so viele Themen in meinem Kopf und habe es trotz dessen nicht geschafft einen homogenen Text zu schreiben. Ich würde gern viel mehr über Sexismus schreiben+ meinen Erfahrungen zzgl. der Posttraumatischen Belastungsstörung, Essstörungen, Elternkonflikte, Poetry Slam- Auftritte, die Liebe hängt mir auch im Kopf und tut so weh, dass ich gern über sie schreiben möchte zusammen mit dem Buch „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm.
Und dann gibt es noch mehr so unausgesprochene Sachen, die ich gern laut aufschreiben möchte, weil ich ganz genau weiß, dass es dort draußen Menschen gibt, die sich das gern durchlesen und sich darüber freuen.

Ich lasse es nicht verstauben und wünsche viel Spaß mit meinem Gedankenfetzen der letzten Woche.

 

dav

Ein leichter Wind weht durch Beton und über Asphalt.
Ein kleiner Vogel fliegt nicht mehr und macht Halt.
Er setzt sich nieder auf einem kahlen und alten Baum,
seufzt, schnieft, atmet durch und fängt an zu staun’.
Der kleine, bunte Vogel sieht nach vielerlei Anstrengung
ein kleines Licht in der Weite und eine Herausforderung.
Entweder bleibt er sitzen, lässt sich sachte fallen und ruht
oder er gibt sich dem hellen Licht hin und hat viel Mut.
Der Wind lässt nicht nach, wird immer rauer und härter.
Er will sich der Entscheidung und dem Wege stellen,
damit sich in Ferne und Zukunft mehr Leben erhellen.
So viel Hoffnung trägt das Tierchen sicher behütet in sich
und trotzdem ist etwas in seiner Herzensseel’, was sticht.
Der Vogel vermisst sein Nest, seine liebevolle Umgebung.
So bekommt er vor Trauer Heimweh, eine Desorientierung.
Wohin wollte das kleine Tierchen denn eigentlich gehen?
Was wollte er nach Entscheidung und Gedanke erzielen?
Das helle Licht in der grauen Weite erlischt ganz langsam.
Der freie Wille ist auch einen anderen Weg gegangen.
Am Ende bleibt der Mut dem kleinen, bunten Spatz übrig.

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Ich erinnere mich so gern an den Sommer zurück,
in meinem Herzen wurdest du ein großes Stück.
Ich erinnere mich an die Wärme und Geborgenheit,
wie sie reiften und zu eins wurden mit der Zeit.
Auf nimmer Wiedersehen, du Sorge und Leid,
doch mit ihr ging auch mein reines Sonntagskleid.
Das Kleid, welches mich umhüllte mit Atemluft
Und schloss zwischen mir und dir die weite Kluft.
Das Kleid, welches ich traute wieder anzuziehen,
hat dir so manch’ Lächeln im Gesicht verliehen.
Ich erinnere mich so gern an den Sommer zurück,
in meinem Herzen fehlt ein bedeutendes Stück.
Die Vernunft schreit mir mitten ins traurige Gesicht,
dass ich nun tat das Richtige in vielerlei Hinsicht.
Doch was sagt der Rest in Stille und Ruh’ zu mir,
meine Gedanken gehen stets den Weg zu dir.
Mitten auf dem Planeten trafen sich zwei Seelen,
die so einsam und doch fest auf Beinen stehen.
Warum nicht nebeneinander den eigenen Weg,
wer weiß wie unser beider Schicksal mit uns geht?
Ich erinnere mich so gern an den Sommer zurück,
nun ist das Vermissen in mir das größere Stück.
Es breitet sich aus und lässt sich trotzig nieder,
wegen salziger Brühe schließen sich meine Lider.
Ich möchte dich nicht brauchen, nicht vermissen.
Deine Wärme war mit Abstand das beste Kissen.
Und nun erinnere ich mich an alles zurück,
denke an unser gegenseitiges Liebesglück.
Die Zukunft, so sagen wir, ist für beide ungewiss,
lieben werde ich weiterhin- ganz gewiss.

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Dein Ring an meinem Ringfinger,
deine Socken wärmen meine Füße,
dein Lieblingstier schläft neben mir,
aber ich wäre lieber neben dir.

Deine Bilder schießen durch den Kopf,
deine Worte kommen in den Sinn,
deine Bewegungen werden adaptiert,
bis es das Gleichgewicht verliert.

Die Vernunft rekelt und streckt sich,
das Herz heult sich währenddessen aus
und der Kopf auf dem Boden gestoßen,
die Lichter sind längst erloschen.

Das zarte Blitzen der klaren Augen,
die Berührungen voller Zärtlichkeit
und voller Vertrautheit in Sehnsucht
nach dem nächsten ehrlichen Kuss.

Deine Lippen schwungvoll und weich,
erwecken jegliche Lüste und Träume
und dein Lachen hallt noch immer,
das Vermissen endet nimmer.

Deine Gesichtskonturen rauben mir
den Verstand mit all Herzlichkeit
und deine Art hinterlässt Freude
bei mir, aber nicht bei der Meute

Du steckst da oben fest, in mir.
Ich bekomme keine Luft mehr,
keinen Gedankenstrang vollendet
ich will nicht, dass das uns so endet

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mde

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