Über die Angst

Ängste werden überwunden, wenn man sich stellt

und bis zum bitteren Ende schweren Herzens aushält.

Ich setzte mich meiner innerlichen Angst aus

und wage einen Schritt aus meiner Komfortzone heraus.

Ich bin mir meiner Angst vor Nähe und körperlichen Berührungen bewusst. Mir ist zudem bewusst, dass es Abhängig vom Menschen und den äußeren Einflüssen ist, ob ich es zulassen kann oder nicht.
Wenn von hinten ein Typ kommt und mich auf einer Party antanzt, drossele ich meine Bewegungen und meine Gedanken fangen an zu rotieren. Blöderweise, kann ich mich dann aber mein verhalten nicht kontrollieren und meistens erscheint es dann so, als hätte ich gerade gar kein Problem. Es ist, als würde ich für diese Momente einfrieren und innerlich erstarren.

Dies ist nur ein Beispiel vieler und tagtäglicher Angsterscheinungen von mir.

Fest steht, dass ich mir selbst Challenges ausdenke denn, wenn ich mich meiner Angst aussetze und sie aushalte, wird sie geringer, wenn sie unbegründet ist. Das ist ein wichtiger Punkt, denn manche Ängste sind berechtigt, zum Beispiel in Gefahrensituationen. Dies sollte man nicht außer Acht lassen.
Ich setze mir also eine Aufgabe, ohne materielle Belohnung.
So auch heute. Ich habe einen kleinen Schritt Richtung Angst getätigt und versucht es auszuhalten. Irgendwann wurde es mir jedoch zu viel, ich brach es ab und trotzdem bin ich ein wenig stolz auf mich, dass ich es überhaupt erst gewagt habe. Ich habe schlichtweg keine Lust mehr vor manchen! Berührungen Angst zu haben, weil ich schlechte Erfahrungen gemacht habe. Ich lasse mich davon nicht herunterziehen, auch wenn jeder Tag quasi ein Kampf ist. Jeder Blick auf mich von Straßenpassanten, jeder Besuch eines bestimmten Stadtviertels, jedes Szenario in meinem Kopf von vor 1,5 Jahren, jede Tanzfläche.
August 2016 war nicht mein Monat, aber das werde ich nun ändern.

Am Ende des Tages kann ich sagen, dass ich mich nun sehr unwohl in meiner Haut fühle und am Liebsten wegschweben würde. So leer ich manchmal bin, so überfüllt bin ich in anderen Momenten. Nun weiß ich nicht richtig, wie ich dieses Gefühl deuten soll, aber ich gebe nicht auf und glaube, dass ich mir mit den kleinen Aufgaben etwas Gutes tue. Der Weg ist das Ziel. Und ja, die Zeit heilt alle Wunden, aber dies ist nur effektiv, wenn man auch daran arbeitet.

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