Ich lernte, dass man eine Angst überwindet, wenn man sich ihr stellt.

Angst vor Spinnen? Dann nehme eine in die Hand und es wird sich nichts ändern, außer eine Erfahrung, dass eine Spinne nicht gefährlich ist. Die Angst wird vermindert.

Dieses Beispiel soll die Gedanken und Handlungen veranschaulichen.

Ich hatte Angst, besitze sie in abgewandelter Form immer noch. Doch ich stellte mich aktiv ihr gegenüber. Ich hatte Panik und Schmerz in mir, allein bei dem Gedanken die Ursache der Posttraumatischen Belastungsstörung zusehen oder zu fühlen. Mein Herz raste, ich wurde passiv und innerlich unruhig.

Doch ich tat es.

Ich hatte keine Angst.

Ich hatte viel mehr ein Machtgefühl in mir, obwohl ich in einer gefährlichen und riskanten Situation war. Nein, es war keine Rache, aber es gab mir trotzdem einen Stoß in die Höhe, als ich meiner ursprünglichen und begründeten Angst und der Traumaursache gegenüber stand.

Ich wusste, was ich tat. Ich besprach es danach mit meiner Therapeutin und das Gute an einer Depression, nur in dem Falle, ist es, dass ich quasi gefühlskalt bin.

Ich hatte keine Angst, keine negativen noch positive Gefühle. Es war mir am Ende egal, als die Woche vorbei war.

Ich würde es anderen Menschen mit PTBS nicht weiterempfehlen, aber dennoch ermutigen sich einer ungefährlichen Angst zu stellen. In unseren Köpfen scheint alles viel dramatischer zu sein, als es tatsächlich ist.

Es hätte bei mir auch böse ausgehen können, aber soweit will ich nicht denken, sondern einfach vielleicht auch stolz auf mich sein. Stolz ist nichts Negatives!

That’s all. Wenn ich euch, meinen Lesern, schon in das Thema einführe und mitnehme, dann möchte ich es wenigstens auch richtig weiterführen.

Fragen? Ihr könnt mir Kommentare dalassen, mir via Facebook (Anne Pollenleben) oder bei Instagram privat schreiben.

3 Kommentare

  1. Das Problem mit der Angst ist,
    dass sie irgendwann beginnt uns auszumachen.
    Zumindest geht es mir so.
    Alles von dem besonders viel in uns ist,
    macht uns irgendwie auch aus.
    Das führt dazu dass ich meine Ängste gar nicht loslassen will.
    Es ist sonst als würde ich einen Teil von mir loslassen.
    Ich möchte nur lernen damit zu leben.
    Ich möchte nicht ständig über sie stolpern.
    Entschuldige falls das total krank klingt.
    Ich weiß nicht wie sich das anhört.
    Vielleicht ist es ja auch verständlich.
    Aber du hast auf jeden Fall recht.
    Angst passiert neben den Dingen.
    Die Angst ist nicht in der Welt,
    sondern in uns.
    Angst ist eine Farbe mit der wir die Ereignisse ausmalen.
    Angst ist eine Erwartung.
    Aber genauso wie ich meine Träume bin,
    bin ich eben auch meine Ängste.
    Das macht diesen inneren Kampf so endlos.

    Gefällt mir

    1. Das geht mir tatsächlich genauso, aber mehr bezüglich einer Essstörung, bei dir ich mich als „Klammeraffe“ erlebe. Klingt für mich also nicht krank, viel mehr fortschrittlich, weil du das für dich erkannt hast. Es ist für Menschen immer wahnsinnig schwer eine Tradition/Routine zu durchbrechen, weil sie uns erst gewissen Halt gab, egal wie schlecht sie uns tat. Dann kann man sich aber fragen, was kurz-&langfristig die Vor-&Nachteile mit ihren jeweiligen Konsequenzen sind.

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