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Vor zwei Monaten bin ich umgezogen, ich bewerbe mich für einen Studienwechsel, ich begann zum ersten Mal mit Ballettunterricht und alles schreit nach einem bergaufgehenden Leben.

Well,…

Unabhängig von dem Guten, was auf jeden Fall anwesend ist, bin ich in meinem Modi gefangen und obwohl ich so viel Wissen über meine Macken habe- woher sie kommen und was sie auslösen- erwische ich mich beim Grübeln, bei Anti-Anne-Gedanken und sehe mir selbst dabei zu, wie alles an mir abprallt und ich trotz Regenwolke draußen in einer Pfütze stehe.

Im folgenden möchte ich Näher auf meine Erfahrung mit diversen Antidepressiva eingehen und bevor ich damit beginne, ist es für mich wichtig darauf hinzuweisen, dass das keine Alltagspille ist.
Wenn es dir, lieber Leser, nicht gut geht, dann gehe bitte zum Arzt. Ich habe kein professionelles, medizinisches Wissen. Die Tabletten haben viele Nebenwirkungen, ich weise daraufhin, dass der Missbrauch von Medikamenten gefährlich ist und der Weg zum Arzt ist immer eine bessere Option, als sich selbst etwas anzutun oder unüberlegte, unwissende Handlungen durchzuführen.
Ich hoffe, ich kann mein Anliegen und meine Bedenken klar machen.

Bereits vor einigen Jahren nahm ich Antidepressiva regelmäßig am Abend, in dreifacher Dosis als heute, ein.
Ich wurde von den Pillen so unheimlich müde, dass ich nach 30 Minuten k.o. war und schlief wie ein Stein. Die Tabletten sind meist dafür da, um einen Antrieb zu verspüren und sich aktivieren zu können. Es sind keine Wunderpillen, die alle Probleme lösen, wie der Name es vielleicht manchmal erscheinen lässt. Nein, depressive Muster werden damit nicht einfach gelöscht und vergessen. Man benötigt neben den Medikamenten auch eine therapeutische Behandlung, z.B. Schema-,Verhaltenstherapien.

Während meiner ersten Einnahme war ich in ambulanter Behandlung wegen Anorexia Nervosa. Die depressive Phasen waren Begleitsymptome. Heute denke ich eher, dass es genau umgekehrt der Fall ist.

Das Problem bei den Pillen und dem gesteigerten Antrieb ist, dass man diesen Anschub vielleicht nicht nur für ‚Gutes‘ nutzt, zum Beispiel Sozialisieren, Lernen,… Der Antrieb kann auch zum vermehrten Selbstverletzen und Suizidgedanken führen. Darum ist es so so wichtig, dass man eine Therapie währenddessen macht oder zumindest regelmäßig zum Arzt geht.

Seit 2 Wochen nehme ich andere Antidepressiva ein. Jeden Morgen und ich merke trotz geringer Dosis gewisse Nebenwirkungen. Ich habe Kopfschmerzen, kann schlecht einschlafen und fange manchmal an zu zittern. Zudem spüre ich wie ich es schaffe nach der Einahme mich für den Haushalt und die Uni zu aktivieren und zu motivieren, aber ich habe regelrecht ein ‚Nachmittagstief‘.

Meist ist es so, dass man eine gute Wirkung nach regelmäßigen, langen Einnehmen der Tabletten verspürt. Jetzt nach zwei Wochen kann ich also erstmal wenig berichten.

Ich bin der Meinung, dass die se Tabletten nicht abhängig machen, wie oft gesagt wird. Natürlich ist man vielleicht überzeugt von der Wirkung, aber ich konnte zum Beispiel problemlos die erste Medikation ohne Auffälligkeiten absetzen.

Mein Fall ist so gesehen noch wirklich harmlos und im Endeffekt will ich hiermit keine Pillen beschönigen, sondern viel mehr, dass es gut und okay ist, wenn man sich Hilfe holt.

ur not alone.

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