Zukunftsvision

Vor nicht allzu langer Zeit teilte ich meinem Mitbewohner und meiner Freundin eine Zukunftsvision von mir mit.
Nun möchte ich diese mit euch teilen.

In vielleicht rund 15 Jahren wache ich eines Tages in meinem gemütlichen Bett auf, reibe mir den Schlafsand aus dem Gesicht und zwei Augen schauen mich vertrauensvoll an. Mit seiner Zunge versucht er mir zu helfen, aber ich schaffe es bei Sonnenaufgang ganz gut ohne ihn aus dem Bett und bereits nach einer halben Stunde, nachdem ich einen halben Marathon in meiner Wohnung vom hin und her laufen, gerannt bin, stehe ich draußen vor der Tür. Mit ihm an der Leine. Mit einem Kaffee in der anderen Hand. Wir laufen zum Fluss, durch den Park und enden wieder mit einem Lächeln im Gesicht in unseren vier Wänden. Ich gebe ihm Wasser, schlüpfe in alltagstaugliche Klamotten, packe meine Sachen und starte, transportiere meinen Körper irgendwo hin, wo ich den Tag zuvor schon war und wohl den nächsten Tag auch schon sein werde.

In meiner überzogenen Mittagspause besuchte ich nochmal kurz mein eigentliches Zuhause und arbeite von dort aus weiter.

Am Nachmittag rufen die Vögel mich nach draußen, die Leine ist wieder gespannt und lässt erst locker, als ich mich niedersetze, auf meine Freundin warte und mit ihr diskutiere, ihr zuhöre, ihr erzähle und wir gemeinsam lachen und weinen gleichzeitig.

Bevor es zurück nach Hause geht, kaufe mir ein rotes Getränk und sitze dann am Abend wie vielleicht jetzt in diesem Augenblick Zuhause und schreibe weiter, bis der Schlaf uns einholt und wir gesättigt und zufrieden uns in die Traumwelt wiegen.

Ab und an habe ich an einem Wochenende Besuch von einem kleinen Menschen, denn vielleicht kann ich für Freunde babysitten und freue mich etwas Gutes für jemanden und für mich selbst zu tun.

Und wenn das Wochenende ohne dem Schreiben gefüllt werden soll, dann widme ich mich einer gewissen Grünfläche in unmittelbarer Nähe, lasse dort meinen Vierpfotenfreund toben oder genieße ein paar Stunden im Museum, um mein Interesse und meine Neigungen auszuschöpfen.

Statt jeden Abend allein zu Hause zu sitzen, engagiere ich mich freiwillig an einem Tag in der Woche- helfe beim Planen von Veranstaltungen, gehe selbst mal aus und lasse mich von Klängen und Stimmen wegreißen und mitziehen.

Sollte das Weihnachtsfest auch noch n 15 Jahren gefeiert erden, wovon ich ausgehe, gestalte ich mir meinen Tag genauso liebevoll, achtsam und sozial wie den Rest meiner Tage und fahre meine Familie im Heimatdorf besuchen, wo sie auf mich warten und zusammen genüsslich gegessen wird und die eine oder andere Tiergeschichte erzählt wird.

Und irgendwann setze ich mich in den Flieger, während mein Vierpfotenfreund bei meinem Vater ist und lande am südlichsten Punkt.

its just a dream, don’t judge me.

Gute Nacht.

 

 

2 Antworten auf „Zukunftsvision

  1. Eine sanfte, ausgeglichene Vision von der Zukunft… Der 15 Jahreshorizont ergibt sich vielleicht aus Deiner Einschätzung zum Startpunkt und dass es Zeit braucht, Deinen Weg zu gehen. Liegt nicht schon alles genau so vor Dir – unmittelbar – vielleicht nur gedankenverhangen…? Die Vision bildet eine lebenswerten Rahmen innerhalb dessen kraftvolle ‚Kunst‘ möglich ist, die das Leben vieler Menschen besser macht (growing and giving). Träumst Du irgendwann für uns, verschriftlicht, von dieser Kunst? Happy Dreaming!

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