Wir lernen über, wie wir leben sollen,dürfen und können. Uns wird gezeigt, welche Möglichkeiten geboten werden und was für uns im Bereich des Machbaren liegt. Wo können wir die Kontrolle im Leben übernehmen und wo können wir diese abgeben? Welche Wege im Leben bringen uns an ein Ziel und wie verhalten wir uns, wenn das Ergebnis des Weges nicht so angenehm aussieht.

Wir lernen Körperbewegungen, die uns besser fühlen lassen. Wir lernen, wie wir Nahrung aufnehmen, um zu überleben. Wir erlernen das Leben.

Wird das Ende dabei vergessen? Wir wissen, wie wir entstehen, woher wir kommen und zelebrieren jenen Tag unseres Ursprungs. Doch vergessen wir nicht manchmal, was es mit dem Tod auf sich hat? Für mich ist der Tod das Ende dieses Lebens. Und wenn ich hier so sitze und mit Krankheit und Tod konfrontiert werde,bemerke ich, wie sehr der Tod noch im Neben des Tabus versteckt ist. Ich kann verstehen,dass man nicht gern darüber redet. Aber wäre es nicht sinnvoll Menschen, Kinder, Angehörige darüber aufzuklären? Oder wissen andere Menschen ist schlichtweg auch nicht besser, als ich?

Ich stehe kurz davor und weiß nicht oder wüsste nicht, wie ich mit dem Tod umgehen soll.

Als unser Hund starb, war ich angespannt, mir fehlte plötzlich etwas und es fühlte sich so unvollständig an. Manchmal weine ich heute immernoch deswegen, weil er mir fehlt. Wie ist es denn mit Menschen?

So wie ich mich kenne, würde ich einfach anfangen zu hungern oder mich auf andere Art und Weise dazu bringen nichts zu fühlen, Anspannung abzubauen oder einen verletzenden Selbstschutz aufzubauen. Das ist mein dysfunktionales Verhalten, aber was wäre denn die bessere Variante? Wie geht man mit dem Verlust eines Menschens um? Oder allein wenn jemand krank ist und daran sterben könnte,gehen könnte, ein Stern am Himmelszelt werden könnte.

Ich glauben weinen tut gut. Weinen ist gut und kann diese Anspannung lösen. Man kann aber nicht immer weinen,manchmal ist man auch ausgetrocknet und leer.

Und ich glaube das Reden kann helfen, auch beim Todesfall das Leben des Verstorbenen zelebrieren, Austausch und Ablenkung. Vielleicht würde es auch helfen sich damit zu konfrontieren und gleichzeitig den Fokus des eigenen Lebens behalten. Ich weiß es nicht, bleibe hier einfach erstmal neben meiner ‚Gute Laune Tasse‘ mit Kaffee befüllt, sitzen.

2 Kommentare

  1. Was würden wir uns UNMITTELBAR vor dem Tod denken und wünschen? Vielleicht Dinge wie: streite euch nicht, haltet euch gesund, sprecht miteinander, ärgert euch nicht, besucht euch, helft immer, habt Mitgefühl, feiert kleine Erfolge, esst was nährt – gütig und liebend leben… Den Toden ehren heißt, ihm diese Wünsche erfüllen… und ich wäre jederzeit mit dem Tod zufrieden. Auf geht es! Lasst uns diese, mit dem Tode erkauften Wünsche erfüllen und uns nicht hinter Trauergedanken faul sein!

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  2. Was würden wir uns UNMITTELBAR vor dem Tod denken und wünschen? Vielleicht Dinge wie: streite euch nicht, haltet euch gesund, sprecht miteinander, ärgert euch nicht, besucht euch, helft immer, habt Mitgefühl, feiert kleine Erfolge, esst was nährt, seid gütig… Den Toden ehren heißt, ihm diese Wünsche erfüllen… und ich wäre jederzeit mit dem Tod zufrieden. Auf geht es! Lasst uns diese, mit dem Tode erkauften Wünsche erfüllen und nicht hinter Trauergedanken faul sein! Bei der Größe dieser Aufgabe erscheint es geradezu notwendig, den Tod zu tabuisieren, oder?

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