Begegnungen und Lebensmeister

Ich habe schon einmal über gewisse Begegnungen geschrieben und im Laufe der Zeit wurden es noch mehr. Ich möchte nicht jede Einzelne auseinandernehmen und wieder zusammenfügen oder offen hier stehen lassen, auch ich habe meine Grenzen.

Aber durch manche Begegnungen stellte sich in meinem Kopf immer dieselbe Frage: Gibt es Zufälle?

Wenn ich einen Menschen, zum Beispiel einen Straßenmusiker, immer wieder treffe, ist es dann noch Zufall?
Als ich ihn heute wieder einfach so sah, als er auf der Straße seine Stimme ausbreitete und die Gassen mit Gitarrenklängen schmückte, warf er mir einen Blick zu. Er erkannte mich, fragte laut im Mikrofon, ob ich die Buchautorin sei. Er rief noch stolz hinterher, dass es kein Zufall sei, dass wir uns nun schon das dritte Mal einfach so begegneten.

Ich glaube ja schon, dass es ein Zufall ist, aber ich weiß, dass es da draußen einen Freund von mir gibt, der mal zu mir meinte, dass alles einen Grund hat und somit wird der Zufall ausgeschlossen.

Ja, natürlich hat alle seinen Grund. Es gab einen Grund, warum der beschriebene Mann auf der Straße stand und im Café saß, es gab auch Gründe, warum ich unterwegs war.

Aber das reicht mir nicht.

Die Frage bleibt mir offen.

Zudem sang der Mann heute etwas mit: „du bist bereit Meister zu sein“.

In dem Moment spürte ich Epik, Nostalgie und Wehmut. Bin ich bereit mein eigener Meister zu sein? Bin ich bereit mein Leben zu meistern und anzugehen?

Ich glaube nie wirklich bereit dafür zu sein und das ist meiner Meinung auch vollkommen okay, weil wenn man die ganze Zeit nur darauf wartet, wird es nicht eintreten. Stehen bleiben, sich umgucken und darauf warten bis das Leben vorwärts geht ist doch Bullshit. Die Lösung für einen unvermeidlichen Stillstand ist Bewegung und für mich heißt es, aktiv werden, Dinge in die Hand nehmen, Projekte aussuchen und beginnen, weitermachen. Weitermachen und solange es sich gut anfühlt: go for it! Ziehe es durch.

Irgendwann kommen wir alle an einem Punkt an, wo wir stehen bleiben und das ist auch wichtig. Wir brauchen schließlich auch mal Zeit, um alles Revue passieren zu lassen, nachzudenken und nicht jeder Schritt kann spontan geschehen (oder?). Aber ich glaube eben, dass es wichtig ist, dann sich wieder zu raffen und die Beine zu heben.

Das so nieder zu tippen ist natürlich mega einfach und ich nehme mir auch viel Zeit um Momente mehr als nur zu genießen, sondern in sie hinein zu kriechen und ich bleibe manchmal nicht nur stehen, sondern gehe seitwärts. Aber das ist ok. Es ist ok. Und wenn mich die Zufälle überhäufen und ich sieben komische Begegnungen pro Woche habe, hält es mich nicht auf Meister meines Lebens zu werden. Vielleicht sogar das ganze Gegenteil. Für mich ist es nicht einfach die positiven Seiten der jeweiligen, unterschiedlichen Situationen zu sehen, aber ich arbeite daran, um nicht im Strudel der Zweifel hinuntergespült zu werden. Es ist nicht einfach, aber das ist es nie langfristig.

Egal, ob Zufall, Schicksal, u. s. w. to move is the key.

Und weil ich die Pläne jetzt angesprochen habe: ich habe ein Buch geschrieben. Nicht ausflippen, stay calm. Ich werde es auch veröffentlichen, aber das braucht noch ein wenig Zeit. Ich hoffe sehr, dass ihr euch freut und ich sage Danke.

Danke.

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