poetischer Winterblues

Ich könnte sagen, dass es mir gefällt.
Aber Tatsache ist, dass mir nichts einfällt.
Der Stuhl neben mir ist kalt, kahl und kantig.
Auf meinem eigenen wippe ich hin und her,
sollte federleicht sein, bin aber schwer und leer.
Ich könnte sagen, dass es mir gefällt.
Aber Tatsache ist, dass meine Energie fällt.
Die Tür hinter mir ist auf, aber aus Blei.
Meine Eigene steht immer offen,
statt Eintreten bleibt ruhelosen Hoffen.
Ich könnte sagen, dass es mir gefällt.
Aber Tatsache ist, dass nichts anhält.
Meine Uhr am Arm tickt träge und trübe Tage.
Meine eigene Zeit wird gefüllt,
stressig mein Körper mit Kaffee gefüllt.

Feine Adern, weiche Zeichen
sanfte Längen, ein Wippen.
Ich trage dich über Blätter mit Glitzer bedeckt.
Winde mich im Staub deiner Wellen.
Der Wehmut hat meine Seele entdeckt.
Seit Jahren Leid in meinen Zellen.
In meiner Hand ein kleines Teilchen.
Auf meiner Zunge eine Prise Zerren.
Nach Ringen, Kämpfen kein Zeichen.
Geehrte Damen und Herren,
das Glitzer hat keinen Besitzer.
In die Röhre der Abendnacht.
Augen zu und runter damit.
Schnell gestoppt und Halt gemacht.
Weiter gehts, ich spürs im Schritt.
Es schmerzt und zieht sich bis zum Hals.
Ein Kloß mit Glitzer drin versteckt.
Breitet sich aus und erinnert an damals.
Warum bin ich daran nicht erstickt.
Der Schmerz erreicht die Brust.
Ich huste und spucke dich aus. 
Das Glitzer hat auf mich keine Lust.
In der Röhre gehen die Lichter aus.
Ich kann nicht mehr.
Schnee bestäubt mein Haar.
Kribbeln innen vom Verzehr.
Wie als ich dich wiedersah.
Ich wünsche das niemanden.

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