Sinne von einer Spinne

Ich schaue nach dir, egal wo ich mich befinde.

Ich sehe dich, selbst wenn ich Zuhause bin.

Du bist meine tiefst vergangene, böse Sünde.

Alles nur wegen ein bisschen Weh und Suche nach Sinn.

Ich fühle ein brennendes Zittern in den Rippen,

immer, wenn ich denke dich zu sehen

und dann beginnt Herz und Kopf mit wippen,

weil das Gleichgewicht fehlt und du nicht gehen

-willst.

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

zu einem Nest, dass dir gehört.

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

und hast dich gegen die Welt verschwört. 

Du lebst in deiner eigenen, übergroßen Welt.

Dort siehst du Affen, bunte Farben und Licht.

Dort steht Rache als Wert mit einem Schild.

Bemerkenswert erinnerst du dich, was sie verspricht.

Draußen ist es grau, draußen sitze ich

und warte auf einen neuen Herzkasper um’s Eck,

denn egal, wo ich bin, ich sehe dein Gesicht

und schnelle damit durch meine Welt ohne Versteck.

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

zu einem Nest, dass dir gehört.

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

und hast dich gegen die Welt verschwört.

Vielleicht stärkst du mich und bist bei mir, 

wie ein kleiner böser Engel in meinem Kopf.

Wegen dir besitze ich ein Ego mit Macht und Gier.

Da sitzt du nun und verfilzt immer weiter meinen Schopf.

Ohne Rücksicht auf Verluste, denn die Tasche ist leer. 

Ich zerre an meinen Haaren, um dich loszuwerden,

aber du raubst mir Konzentration, ich kann nicht mehr.

Wann wirst du in mir sterben?

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

zu einem Nest, dass dir gehört.

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

und hast dich gegen die Welt verschwört.

Dieses Leben macht mir Angst mit jedem Zug.

Somit werde ich  zur Maschine für Jeden.

Ich bleibe im Regen stehen und lasse es zu. 

Ich schließe die Augen, vielleicht ist ein Tropfen Segen,

der auf mir seinen Platz einnimmt,

damit ich ihn aufnehmen kann.

Denn ich fühle mich nicht für hier bestimmt,

egal wie oft ich auf mich zurann’. 

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

zu einem Nest, dass dir gehört.

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

und hast dich gegen die Welt verschwört.

Applaus, du hast deine Rache geschafft,

dich eingeprägt, eingemeißelt zum nie Vergessen.

Ich bin selbst Schuld, denn ich habe es nicht gerafft,

welch’ Teufel, jetzt bin ich von ihm besessen.

Obwohl mein Herz sehr wohl weiterschlägt,

aber ich bin gekennzeichnet und das schreit ‚Ende‘.

Meine Sehnsüchte sind egal, solange du dich in mir regst.

Alles, was ich will, ist falsch: Pechsträhne. 

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

zu einem Nest, dass dir gehört.

Wie eine Spinne spinnst du meine Sinne

und hast dich gegen die Welt verschwört.

Ich wünschte mir ein anderes Sein, aber damit stelle ich mir selbst ein Bein. Mein Dasein ist kein schönes Sein, auch wenn ich tanzend schein’, aber heimlich auf Kisten wein’. Ich hoffe wirklich sehr, während ich versag’, dass ich mit dem, was ich gab, dich glücklich gemacht hab’.

2 Antworten auf „Sinne von einer Spinne

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