Klinik irgendwas

Und ich habe einen besseren, er nimmt meine Hand, bringt mich zum Lachen, hält mich fest und und bleibt unerkannt, während wir die Masken kaputtmachen. Besser als du es hättest jemals sein können. Nein, du warst wie Gift für mich und brachtest mich zum Grablicht, wo nur alle heulen statt sich zu freuen, dass das Ende ja für mich etwas Gutes ist- doch jetzt nicht. Weil ich habe jemand besseren als dich. Rede mit dir selbst, puste all dein Grips weg und verzieh dich in dein Versteck bevor du jemand Neuen in die Klapse steckst. Oh nein, nein, nein, ich gebe dir keinen Schuldenbrief, ich sitze noch nicht arg so tief, wie du mich fühlen lassen hast. Ich war nur Gast in deiner Fantasie und ein Gespenst, das heute siegt. Ich flüchte nicht in Dunst und Rausch, nutze niemanden aus und lasse nicht die Menschen in Stich, damit machst du dich kindlich lächerlich. Es tut mir nicht leid, dass ich nicht auf dich steh und es tut mir auch nicht mehr weh, dass ich auf deine Last reinfiel, weil es mir halt auch kurz gefiel und nun stolz und erhaben ohne dich über Gras stiefel. Okay, ein wenig Mitgefühl hege ich schon, aber meine Regulation der Emotionsachterbahn ist nicht, und war nie, deine Last, also unterstelle mir nicht, du bist in meinem Grenzknast. Ich halte dich nicht, ich werde gehalten von jemand besseren. Da braucht man auch keine Maske, keine Rauschtaste und kein Drang, sodass ich faste, um in dein Ideal hineinzupassen. Verdammt, wann macht ihr denn die Augen auf und setzt eure weiß-grüne Brille ab. Wir sind nicht schlau und müssen es nicht sein, wir sind nicht eben und glatt, müssen es auch nicht sein. Wir sind nicht fehlerfrei und das Muss steht nur im Grablicht geschrieben. Das können wir nicht verschieben, selbst wenn wir uns in Sport und anderen Drogen flüchten. Der Haken bei Süchten sollte gewiss im Kopf stehen, aber wie ich sehe, könnt ihr nur Brüche und Leichen sehen. Mein Beileid. Ob du es glaubst oder nicht, ist mir auch herzlich egal in meinem Depressionsanfall, man kann auch nett zu jemanden sein und ich glaube nicht daran, dass man sich mag, wenn man Böses zueinander sagt. In einer Welt voller Instabilität und Invalidität, kann man doch sagen- nein, du brauchst dich nicht verstecken und auch keine Diät. Die einen tollen rollend über Menschen und die anderen halten sich zurück, bis sie sich selbst zerbrechen, ganz langsam, Stück für Stück. Hör mal auf zu rollen und hör mal auf das Leben für andere zu erklären, wie ich es gerade tue beim Reim hin-und herzehren. Hör mal auf zu denken, du wärst der ultra geilste Hecht im Meer, denn da schwimmt Plastik umher und einmal verschluckt ist schnell verdaut, dann kommt es nicht mehr so leicht raus. Dann frage dich lieber zweimal, was du Menschen zu Fressen vor die Füße schmeißt und eine kleine wunderprächtige Welt einreißt. Ich habe jemand besseren. Und wenn ich denke, ich bin voller schmerzlicher Einsamkeit, die in mir brennt, mich von jeder Seite grillt, dann denke ich daran wie du dein Leben verchillst. I’m sorry. Dann denke ich, scheiße man, das ist ein Mann und weißt du was, ich würde dich dabei trotzdem akzeptieren, weil ich in meiner Einsamkeit trotzdem manchmal urteilsfrei über Gras gehen kann. Ich sehe dich an und merke die unausgesprochene Hierarchie. Spielst mich Schach Matt, aber das habe ich so langsam ziemlich satt. Ich habe ein fettes, saftiges Blatt vorm Mund, aber mein Blick kann genauso verletzen, wie dein Geschick im Beleidigen, Ignorieren und Binden eines Stricks. Oh man, bitte gib mir diesen Strick und ich werde von der Brücke baumeln, schaukeln und mich freuen, dass ich mein Testament geschrieben habe, für keinen ein Geschenk, aber bitte dann trauere nicht um sich, gib dir keine Überdosis, das wäre in deiner Position etwas verantwortungsloses. Kein Sinn, kein roter Faden, aber ich habe etwas zu sagen. Das ist kein Weltschmerz, kein Wehmut, nur mein Himmelsgedankenuniversum, weil ich bemerke, wie gut Menschen uns tun und wie schädlich sie sich auf die Erdbewohner aller Art auswirken und dennoch denken, alles bewirken zu können. Es tut mir nicht leid, dass ich dümmlich und naiv über Gras laufe und mich oft im Gewühl der Zeit verlaufe. Es tut mir nicht leid, dass ich keine Ahnung habe und ihr im Wahn und Gehabe darunter leidet, weil ihr nach zu viel und zu schnell strebt und Erwartungen hegt. Ich habe bei Zeiten bemerkt, dass ich nur ein Ersatz bin und ich war es wirklich gern, weil ich dir damit half und mir Ablenkung gab. Ich war für dich ein Zeitvertreib, obwohl du meintest ‚bitte bleib‘. Ich blieb nicht und kam zu oft zu dir, erfüllte deine Gier und dein Bedürfnis ein Loch zu stopfen. Ich in dir zusammen mit Rauch und Hopfen, zusammen mit Angst und Herzklopfen. Ich sollte nie bleiben, also ging ich. 


3 Antworten auf „Klinik irgendwas

  1. Ich hab den Text halb gelesen und finde mich da so drin wieder und dann macht er mich so traurig , dass die Tränen an mir runterfliessen.

    Ich hab keine Ahnung wie Ich den Kommentar beenden soll oder angefangen sollte also höre Ich einfach auf.

    Gefällt 1 Person

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