Klinikgedicht

„Nichts am Kribbeln, nichts am Fließen

Bin ich eine Sache oder ein Wesen

Ich sitze weit oben auf dem Besen

Und schaue zu, wie sie sich abschießen

Nichts am Beben, nichts am Vibrieren 

Lautes Klatschen bewegt den Körper

Schnelle Schritte werden gestörter 

Und ich lasse mich kalt faszinieren

Keine Kontrolle nach langem Liegen

Feuchte Freiheit nach erhofftem Ende

Doch auch ich habe eine Grenze

Lieber Freunde, als zum Himmel fliegen

Ist es jetzt ein Ja oder ein Nein

Die Antworten werden wegbewegt

Bis sich jeder Muskel im Körper regt

Somit lasse ich es im Ungewissen sein

Ich kann nicht viel, keine Wunder

Die stecken auch nicht in mir

Sondern eine Adrenalin- Gier

Und dann bleibe ich nie munter“

„Nun sitze ich besorgt herum,

die Gedanken drehen sich darum,

wie vermasselt mein Ich ist,

während du meine Worte frisst.

Im eigenen Loch mit Lücken,

laufe ich allein auf Krücken

und weigere mich regelrecht;
„Ja, verdammt, du hast Recht.“

Es liegt nicht am Gegenüber,

ich vergebe mein Grübelfieber.

Der eine trägt ein zerfetztes Herz,

ein weiterer hält sich für einen Scherz.

Du fühlst dich als Versager,

der neben mir hat keine Nerven auf Lager.

Ich zertrümmere mit meinem Loch

jegliche Selbstachtung in deinem Kopf.

Eigentlich will ich nett sein,

aber damit stelle ich mir selbst ein Bein.

Ich bin an denen interessiert,

aber Schuld, wenn etwas passiert.

Ich verteile schlechte Gewissen to go

und gebe damit einen Emotionsflow.“

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