Buchempfehlung

Untenrum frei & die Wolfsfrau:

Richten sich nicht nur an Frauen, wie es auf dem ersten Blick scheint. Die Inhalte können jeden interessieren. ‚Untenrum frei‘ zog mich vor allem an, weil ich es bedeutend finde, wie Menschen sich von den aufgezwungenen Fesseln der Gesellschaft lösen möchten. Im Zusammenhang mit ‚Die Wolfsfrau‘, die mehr die Instinkte und Impulse des Menschen thematisiert, wird deutlich gemacht, wie eine Gemeinschaft ohne Fesseln aussieht und funktionieren kann. 

‚Die Wolfsfrau‘ wurde mir im Zusammenhang mit drei Regeln empfohlen. 1. Durchlesen! 2. nicht weitergeben (weil man es sonst nicht wiederbekommt) und 3. alle paar Jahre erneut lesen. 

Ich gebe meine Bücher eigentlich gern weiter oder leihe sie aus, aber das Risiko sie nie wiederzusehen besteht und somit kann ich die zweite Regeln nachvollziehen. An der dritten Regel arbeite ich noch. Eins kann ich sagen, ich habe den Buchkauf nicht bereut.

Was machen wir Menschen, die einen öfter und andere mehr mit Verstand als mit dem Herzen. Schlafen, essen, ja, aber nein. 

Richtig: lieben. 

Erich Fromm landete in meinem Bücherregal mit zwei Büchern, die das Lieben in vielerlei Hinsicht betrachtet. Egal ob zwischen zwei Menschen, das Lieben des Genusses, der Materie oder sich selbst. ‚Die Kunst des Liebens‘ ist da sehr eindringlich und horizonterweiternd, aber auch ‚Haben und Sein‘ hat ein paar Seiten, die zum Beispiel die Frage aufbringt: „Willst du eine romantische, feste Beziehung haben oder willst du in einer sein?“

Denkt mal darüber nach.

Briefe von Franz Kafka an Felice Bauer

Was ist intim zwischen zwei Menschen und endet nicht? Die Worte, die sie sich geben, die Zeilen, die sie sich schreiben und im Herzen hängenbleiben. Die Briefe von Franz Kafka und Felice Bauer können auch heute 100 Jahre später so in dem Briefkasten liegen und damit Menschen ansprechen. Viele Zeilen in dem Essay von Elias Canetti in der Ausgabe ‚Der andere  Prozeß. Kafkas Briefe an Felice‘ habe ich unterstrichen und habe sie so sehr gefühlt, was meine Hingabe zu Kafka im Allgemeinen verstärkte. Doch es ist nicht alles rosig und romantisch, es ist real und auch im Essay spürt man die Höhen und Tiefen, wie sie in jedem Leben geschehen und an uns vorbeiziehen. 

Ab und an lese ich auch Romane. Nicht nur der Titel des folgenden Buches hat mich angesprochen, auch das Layout und natürlich die bedruckten Seiten. Das Buch ‚Schande‘ von J. M. Coetzee erreichte mich letztes Jahr und schaffte es wirklich jegliche Gefühle in mir zu aktivieren. Beim Lesen war ich neugierig, wie zwei unterschiedliche Welten aufeinanderprallen, ich war traurig und wütend, wegen dem Schicksal und der Boshaftigkeit. Gleichzeitig wurde ich melancholisch, weil der Roman auch eine ganz besondere Vater- Tochter Beziehung zeigt. 

Nicht für jedermann, aber eine tolle Reise zwischen den Zeilen nach Afrika.

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