Brief: Buschfunk

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Buschfunk,

hiermit möchte ich Ihnen ein paar Fakten präsentieren, Ihnen meine Situation schildern, um Ihre Aufgabe der Verbreitung von Neuigkeiten zu erleichtern und zu verbessern. Dabei soll es sich vor allem, um meine Privatsphäre und die meiner Familie handeln.
Ich wurde geboren in einer Gegend mit wunderschöner Landschaft und erlangte an Reife und Identität in einem großen Haus, welches gut bestückt war. Meine Eltern gaben ihr Bestes, um mir eine gute Bildung zu geben, während wirtschaftliche Stabilität herrschte und wir uns als Familie keine Sorgen, um die Grundbedürfnisse eines Menschen machen mussten. Neben einer guten Bildung hatte ich auch das Glück gesund geboren zu sein und in einer Familie mit lieben Großeltern, Cousinen & Cousin, Tanten und Onkels und Bekannten zu sein. Als Kind wurden mir zahlreiche Urlaube, Ausfahrten und Reisen geboten, die mich hinsichtlich meiner Toleranz, Neugierde und Offenheit prägten.
Zudem schätzte ich mich glücklich, da ich Haustiere besaß und das Beste war, dass ich nicht allein war. Ich hatte stets Freunde, Klassenkameraden, Arbeitskollegen, Kommilitonen, Bekannte und Feinde. Nicht zu vergessen ein Mensch, der mir am Meisten am Herzen lag und liegt: ich habe einen großen Bruder.
Meine Kindheit war reich an Aktivitäten, sei es die Musik, der Sport oder Sommerjobs. Mir wurde bereits als Kind Selbstständigkeit und Ordnung mitgegeben, was ich heute als positiv ansehe. Ich weiß durch die Erziehung, was es bedeutet verantwortungsbewusst und höflich zu handeln und zu agieren. Ich kann mich am Tisch benehmen und habe die Fertigkeit auf Finanzen zu achten.
Außerdem ist es für mich nicht selbstverständlich in einem reichen Land wie Deutschland aufzuwachsen, da ich auch lernte über den Tellerrand hinauszublicken und zu sehen, wie es anderen Menschen auf der Welt ergeht. Mit Empathie begegne ich meiner Umwelt und meinen Mitmenschen, verurteile keine Religionen, Geschmäcker und versuche stets zu Streben.

Lieber Buschfunk,
wie Sie bereits wissen, habe ich eine psychische Krankheit und mir ist bewusst, dass das nicht jeder Mensch versteht oder gar als eine Erkrankung ansieht. Alles zu pathologisieren ist gewiss kein sinnvoller Weg, dem bin ich mir bewusst. Jedoch ist es ein Fakt, dass es psychische Erkrankungen gibt und ob Sie dies akzeptieren, ist mir herzlich egal. Doch ich bitte Sie darum Ihr nicht vorhandenes Wissen über die Psyche des Menschen für sich zu behalten, um den Schaden bei Erkrankten nicht zu verschlimmern.

Der Grund für meine Psyche, wie sie walten und sich entfalten, bleibt im verborgenen und ich gebe Ihnen mit auf dem Weg, dass es für sie keine Freude bringt, sich über andere Menschen das Maul zu zerreißen. Tragen wir nicht alle einen Rucksack mit Leid und Schmerz mit uns herum? Und ich weiß nicht, ob Sie es wussten aber JEDES Leid und JEDER Schmerz ist subjektiv und nicht gleichzusetzen.
Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis.

Zudem möchte ich festhalten, dass ich meine Eltern, meinen Bruder und Freunde liebe und hinter Ihnen stehe. Das, was ich hier preisgebe, ist nur ein Bruchteil dessen, was die Realität ist.
Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Tochter, Freundin, Schwester. Würden Sie wollen, dass man Unwahrheiten, Halbwissen oder gar Lügen über sie verbreitet? Dies gilt natürlich auch für Menschen eines anderen Geschlechts.
Mir geht es nicht nah, wenn ich über mich unkorrekte Sätze höre, aber es macht mich zutiefst wütend und traurig, wenn meine Familie damit in den Dreck gezogen wird. Reden Sie, was sie wollen, aber behalten Sie im Hinterkopf, dass es vertraulichere Quellen gibt, als Sie, der Buschfunk. Wenn ich mir diese Kommunikation in der Gesellschaft an diesem Beispiel ansehe, wundert es mich nicht, wenn sich Menschen verschiedener Beziehungen trennen, streiten und sich in ungesunde Extreme entwickeln.

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin kein gutes Vorbild, aber ich weiß zumindest, dass die Kommunikation zwischen uns Menschen eine hohe Wichtigkeit für eine Gemeinschaft hat.

Außerdem ist es meine Aufgabe Sie hier wissen zu lassen, dass ich, Anne Pollenleben, eine Person der Kunst bin. Texte, Schriften, Gedichte und Videos stehen nicht immer im Zusammenhang mit meiner Privatperson. Auch wenn die Inhalte sehr persönlich erscheinen und teilweise auch sind, gleichen sie nicht im jeden Satz mit meiner privaten Realität.
Ich versuche Privatperson Anne und die Kunstform Anne Pollenleben zu trennen, nur stecken wir im gleichen Körper und ich bitte Sie, meine Damen und Herren, dies zu reflektieren.

Es ist meine Leidenschaft und meine Passion Gedanken, Gefühle und simpel das Weltgeschehen in Schriftform zu packen und eines möchte ich Sie noch wissen lassen: ich werde mir das von Ihnen nicht nehmen lassen. Ich habe nicht viel Selbstachtung oder Selbstbewusstsein, aber ich weiß meine Kreativität zu schätzen und werde es nicht wegstecken, nur weil sich ein paar Menschen damit nicht identifizieren können oder es gar verstehen können.
Ich weiß, dass ich das Reden, Lästern und Verbreiten von Neuigkeiten nicht unterbinden kann, will ich auch nicht. Aber gibt es nicht viel wichtigere Dinge, über die wir uns Gedanken machen und diskutieren sollten?
Hier ein paar Beispiele: Insektensterben, Parteien, die unsere vielfältige Kultur einschränken wollen, Möglichkeiten, um unseren Planeten zu schonen, warum soziale Ausbildungen bezahlt werden müssen, obwohl wir genau diese Menschen in den Berufen stark brauchen und last but not least wie wir unseren Kindern eine friedliche und stabile Zukunft bieten können.
Finde ich schon interessanter, als Probleme anderer, die mich nichts angehen.
Wie sagt man so schön? Leben und leben lassen.

In diesem Sinne danke ich allen Lesern und Zuhörern, allen unterstützenden Menschen, allen Begleitern und allen, die so viel Weitsicht, Empathie und Toleranz in sich tragen.
Mama, ich habe dich lieb.
Papa, ich habe dich lieb.
Bruderherz, dich erst recht.
Und ihr lieben Menschen, die sich meine Freunde nennen oder sich als diese sehen: ich habe euch auch lieb.
Ich bin kein bösartiger Mensch, lieber Buschfunk. Und ich möchte mit meinen Worten niemand etwas schlimmes antun. Ihnen sollte dies bewusst sein und damit verabschiede ich mich.

Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen,

Anne Pollenleben

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