Kennen.

Der, der meine Geschichte kennt, kennt sie dennoch nicht, nicht so gut, um glauben zu können, was meine Geschichte ist und wie sie war. Denn derjenige glaubt dem Glauben der inneren Stimme und jener, die diese Geschichte erzählt, aber glaubt er dann nicht den sehenden Augen, die das Wahre doch vermitteln und weitertragen, wobei selbst diese fehlerhaft sind. Denn die eine gesehene Geschichte gleicht nicht meiner gesehenen und erfahrenden Geschichte, welche so trüb im Schleier versinkt wie der Tau im Wald, wo ich einst die Geschichte schrieb und mit Augen festhielt. 

Der, der meine Geschichte kennt, kennt sie mit Stücken, Teilen und Skripten, die ein neues Bild ergeben, welches gesehen werden will und dieser Wille ist stärker als der Glaube an das Wahre. Denn das Wahre ist ungemütlich, das Gewollte ist erträglich und wird genommen, um den Schleier aufrecht zu halten. So gehe ich auch, gehe dem mit und weiß dennoch zu glauben, was die wahre Geschichte erzählt. Doch glauben tue ich mir damit selbst oft nicht, denn das Wahre wird begleitet mit Unannehmlichkeiten und Leid, wobei der pure Glaube an eine Geschichte nur Schmerzen tragen kann. 

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