Traum von letzter Nacht

Ich erzähle von einem Traum, der mich in der letzten Nacht heimsuchte. Dazu muss gesagt werden, dass ich nach einer dreistündigen Nacht am gestrigen Abend ins Bett fiel und mich wahrlich auf den Schlaf freute. Doch einschlafen konnte ich dennoch erst nach einigen Stunden. Ich kenne mich mit dem Schlafzyklus nicht genau aus, aber der Traum fühlte sich ellenlang an. 

Der Ort des Geschehens war eine Mischung aus meiner Arbeitsstelle, der Heimatprovinz und meinem jetzigen Wohnungsort. Die erste Szene spielte sich, soweit ich mich erinnern kann, auf Arbeit statt, jedenfalls sah es aus wie ein Lager oder Büro. Von einem Tag auf dem anderen hatte ich ein Baby. Ich hielt es mit ausgestrecktem Arm vor mir. Das Kind war kein Neugeborenes, hatte helles Haar und einen weißen Body an, oder gar nicht- das weiß ich nicht mehr. Doch ganz genau ist mir bewusst, wie ich mich wunderte, woher das Baby kommt und es stand außer Frage, dass es mein eigenes Kind war. Der Ort wechselte in ein Badezimmer, welches sich im Haus befindet, wo ich aufwuchs. Von diesem Bad träumte ich bereits sehr oft und dort treffe ich jedes Mal das gleiche Familienmitglied. Zusammen mit meinem Baby stand ich vor dem dort hängenden kleinen Spiegel und lasse die Bombe platzen, indem ich zu meinem Familienmitglied sage, zu wem das Kind gehört. 

Das komische an dem Traum war eigentlich für mich, dass ich nicht wusste, woher das Kind kam. Denn ich hatte keinerlei Vorbereitungen parat. Keine Babykleidung, Wiege, kein Spielzeug und keine verdammten Feuchttücher. Da stand ich ohne Plan mit diesem kleinen Sohn in der Hand und nahm ihn auf meine Hüfte, wo er mich sanft umarmte. Um die kuriose Situation mit Bravur zu meistern, nahm ich das Kind so wie es war, verlaß das Haus und lief durch meinen derzeitigen Wohnort, war der Suche nach einem Supermarkt oder ähnlichen, um mich und meinen Sohn auszustatten. 

Es gab keinen Vater. Es gab nur das Kind und mich. Allein. Und dieses Gefühl mit etwas allein dazustehen, brach in mich ein. Aber ich wusste, dass ich Verantwortung trage- so ganz plötzlich. Somit hatte ich eine gewisse Zielstrebigkeit in mir und ein Ziel, welches ich erreichen wollte.

Mein Wecker klingelte. Meine Augen ließen sich kaum öffnen und ganz benebelt ließ ich den Traum erneut durch meinen Kopf strömen, während ich mich für die Arbeit anzog und meinen Kaffee trank. 

Ich träume circa einmal im Monat, doch dieser Traum wird mir nach langer Zeit im Gegensatz zu anderen positiv in Erinnerung bleiben. Denn das war kein Alptraum. Vielleicht auch kein wirklich glückserfüllender fluffyunicorn Traum, aber es löste in mir etwas eigenartig Gutes aus. 

Schönes Wochenende und träumt schön. 

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