Über die Liebe #2

Weißt du noch, wie traurig unser Blick,

Wenn eine Bude einstürzte, statt

Neubauen, haben wir Kissen weggekickt.

Denn weißt du, wenn alle Stricke reißen,

Dann darf man auch mal Kicken

Und sich in die lodernde Wut schmeißen.

Denn weißt du, jede Bude stürzt mal ein,

Endet im Chaos und birgt Scheitern,

Aber für ein Kind kann eine Bude alles sein. 

Denn weißt du, man braucht nicht Prunk,

Kein Feinstaub, kein Drachenscheiß,

Nur bisschen Liebe und einen Kakaotrunk.

Weißt du noch, als man ‚für immer‘ schrieb,

Es dabei schon bereute und sich 

Nach Kopfschütteln die Augen rieb?

Weiß du noch, als man ‚nie‘ schrie,

Im gleichen Atemzug die Tat anstand

Und man war getrieben von Empathie.

Denn weißt du, keine Bude bleibt,

Aber vielleicht das Gefühl tief in dir,

Was man auch als Heimweh beschreibt 

Denn weißt du, diese Sehnsucht wirst

Du später noch viel mehr verspüren,

Wenn du dich bei einer großen Bude bewirbst.

Weißt du noch, als man Äpfel vom Baum

pflückte und einen für schön empfand,

Er war ein auserkorener Wunschtraum.

Denn weißt du, einer von vielen,

Kann irgendwann die Welt bedeuten

Und du wirst nicht mal zu anderen schielen.

Denn weißt du, irgendwann ist genug

Und wie ein Vogel im Nest sitzt man

Nun und das Spielen verläuft anders gut.

Denn weißt du, das ist kein Verlust,

Der dich hemmt und verpassen lässt, eher

Deiner Grasflecken, Monster, deinem Frust.

Denn weißt du, lieben heißt leben,

sich vertraut in eine Bude setzen

sich heimisch fühlen und das zurückgeben.

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