Ist dein Körper die Oase deines Geistes? – Tipps für Alle, die ‚Nein‘ antworten

Hohe Triggergefahr!

Wie geht es Dir?
Das frage ich natürlich nicht ohne Grund. Denn in diesem Beitrag möchte ich nicht nur an meine, sondern auch an die Grenzen der Lesenden, also Dich, gehen. Das ist insofern notwendig und unumgänglich, weil diese im folgenden von mir erläuterte Thematik viel Raum und Zeit in Anspruch nimmt. Zudem erfordert sie Gedankenkraft, eine neutrale Erwartungshaltung und Toleranz.
Ich bin kein Psychologe, kein Therapeut oder ähnliches. Alles was ich nun schriftlich und als Schaubild aufführen werde, ist Material meiner eigenen Erfahrungen und zahlreichen Therapiesitzungen, sowie der Literatur, die ich ganz und gar gefressen habe.
Apropos gefressen, als Beispiele und vorrangiges Thema wird es um Essstörung (speziell Anorexia Nervosa) und die Körperschemastörung gehen. Mit einem Klick auf den Link kommst Du zum vergangenen Beitrag über die Körperschemastörung.

Stelle also bitte sicher, dass du dich gerade wohl fühlst.
Danke.

  • Was ist da und woher kommt es?
    Als ich das erste Mal von einer Körperschemastörung hörte, wollte ich es gar nicht wahrhaben. Ich zweifelte sehr stark daran und dachte mir immer: Doch ich sehe mich fett, also bin ich es auch. Meine Augen lügen nicht!
    Vielleicht hatte ich nicht Unrecht, aber meine gegenwärtige Wirklichkeit verschleierte die Realität: Ich sah, was ich sehen WOLLTE.
    Eine Störung, psychische Probleme, etc. kommen nicht einfach so daher und so gebe ich den Theorien und Ansätzen von Stefanie Stahl in ihrem Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ Recht- der Ursprung liegt in der Vergangenheit, gar reicht er bis in die Kindheit zurück. Doch eines möchte ich Dir jetzt schon sagen: Suche die Schuld nun nicht bei deinen Eltern. Vielleicht haben sie Fehler gemacht, aber sie sind auch nur Menschen. Wir können in unserem Leben im Geiste zurückgehen und uns an Momente erinnern, aber diese werden dadurch nicht verschwinden. Ich möchte in diesem Beitrag unter anderem Wege zeigen, wie man sich selbst samt der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft akzeptieren und vor allem kennenlernt.
    Ich glaube es ist unfassbar wichtig sich dessen bewusst zu werden, wer man eigentlich ist. Kein Schreck! Ich weiß das auch nicht so genau, aber in Laufe der Zeit bemerkt man vielleicht die eine oder andere Eigenschaft an sich, die dufte ist. Genau so wichtig ist es jedoch erst einmal herauszufiltern, wo das Problem liegt. Dabei muss es sich nicht um das Körperbild handeln. In Kombi mit der eigenen Vergangenheit und dem aktuellen Problem, können wir die Wurzel anpacken und vielleicht neu einpflanzen, indem wir achtsamer mit uns selbst umgehen.

    In der Therapie habe ich dazu Situationsanalysen geführt. Immer, wenn es mir nicht gut ging und ich ein dysfunktionales Verhalten aufwies (z.B. Selbstverletzung, Isolation) ging ich ‚mich selbst durch‘, um am Ende ein effektiveres Verhalten für mich herauszufinden.
    Beispiel für eine Analyse : 1. Problemverhalten spezifisch beschreiben + Gefühle, Gedanken, Taten, Aussagen 2. den Auslöser finden und beschreiben 3. was sind Anfälligkeitsfaktoren? 4. Ereignisabfolge 5. Konsequenzen 6. in welchem Moment wäre ein Skill gut gewesen? 7. Präventionsstrategie beschreiben 8. wo habe ich Schaden zugefügt (mir selbst, an andere) & wie kann ich das ‚reparieren‘

    Wir Menschen sind nicht zu simpel gestrickt. Es gibt fünf Faktoren, die sich gegenseitig anfeuern, hemmen, ausbremsen und antreiben: unsere Gefühle, Wahrnehmung, die Körperreaktionen, unsere Gedanken und schlichtweg die Handlungen.
    Wenn ich zurück zum Beispiel Körperbild gehe, dann wird sichtbar, dass es ein Strudel vieler Komponenten sind, die uns selbst ’schlecht reden‘. Wenn ich denke, dass ich nicht genüge, beeinflusst das mein Handeln, indem ich mich anpasse, gar hungere. Das löst in mir Unzufriedenheit aus, die sich in Angst umwandelt und dieser innerliche Stress wird sich auf meinen Körper entladen. Das geht auch bei anderen Problemen und das kannst du selbst für dich überprüfen.
  • Angst und Furcht
    Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es gegenüber meiner Therapeutin furchtlos entgegenzutreten. Außer sie sprach meinen Blick auf meinen Körper an, dann rollten quasi schon die Tränen. Bis heute kann ich nicht direkt sagen vor was ich genau Angst habe, denn ich sollte wirklich unheimlich froh darüber sein, in einem Körper zu stecken, der 1) gesund ist 2) mich am Leben hält und 3) für andere Menschen etwas wertvolles im Leben beiträgt.
    Jeder stiftet sich den eigenen Sinn im Leben, darüber werde ich nicht urteilen, aber gegen sich selbst zu arbeiten, ist nicht sehr erfolgsversprechend.
    Als ich Angst vor Nähe und Männern hatte, lernte ich, dass ich dieses Gefühl in Balance halten kann, wenn ich mich ihm stelle. Das geht nicht von 0 auf 100, sei auch keinem geraten. Denn wie sagt man, gute Dinge brauchen Zeit- also nimm‘ sie Dir auch!
    Die Angst an Gewicht zuzulegen, mehr Dellen, Kurven und co. zu bekommen, besitze ich immer noch. Das liegt einfach daran, dass ich manchmal vergesse, wie kostbar das Leben ist und damit einhergehend, welche Möglichkeiten ich habe, um das wertzuschätzen, was auch andere an mir tun.
    Ein wichtiger Tipp, den ich in der Therapie bekommen habe, ist zu prüfen, wovor man Angst hat und ob sie gerechtfertigt ist. Denn es gibt schließlich auch Gefahrensituationen, in denen die Angst unser Antrieb zum Handeln, zum Beispiel Flüchten, in Deckung gehen, etc. ist.
    Die Angst vor mehr Kurven und mehr Gewicht ist dementsprechend nicht gerechtfertigt, da sie weder meine Gesundheit beeinträchtigt, noch anderen Menschen Schaden zufügt, solange man gesund bleibt. Ich finde dieser Gedanke mildert den Drang einen perfekten Körper nach seinem eigenen Idealbild zu wollen. Es gibt kein Perfekt. Ich verspreche Dir, wenn du einmal einen Makel an Dir behoben hast, wirst du etwas Neues an Dir zum Meckern finden und die Abwärtsspirale + verstärkte Angst, Unzufriedenheit, etc.
    Ich habe leicht reden, ich weiß. Du musst mir das auch nicht glauben, aber nimm‘ Dir ruhig einen kleinen Augenblick für deine ganz eigenen Ängste. Nimm sie wahr, gib ihnen einen Namen und rede versöhnlich mit ihnen. Sei nicht zu streng mit Dir selbst und tätschel‘ danach gern deine Schulter, denn Trost kann hier wohltuend sein. Du bist nicht allein. Du bist bei Dir.

    Unsere Schutzmechanismen sind wirklich tückisch. Wir rennen weg, gehen auf Abwehr, ecken an und rennen Richtung Vermeidung.
    Indem ich mich auf das konzentriere, was ich nicht gut an mir finde, vor was ich Angst habe, was ich schlichtweg an mir selbst hasse, bekomme ich ein Gefühl der Kontrolle, als hätte ich die Zügel in der Hand. An mir selbst habe ich herausgefunden, dass ich den anorektischen Gedanken und Handlungen verfalle, wenn ich Streit mit nahestehenden Menschen und beruflich habe. Wenn also um mich herum alles zu Wanken beginnt, hole ich mir Stabilität mit dem Schutzmechanismus Vermeidung und Abwehr zurück.
    Das muss man nicht sofort verstehen, aber gewiss, man darf mir glauben.

  • Aller Anfang appelliert an Achtsamkeit
    (Möchte-gern-Wortakrobatin-Anne-ist-am-Start)

    Und wieder komme ich mit diesem A- Wort um die Ecke. Ja, das wird nun öfter hier auftauchen, denn nicht nur ich schwöre darauf. Es ist doch fast schon ein Trend der Medien geworden. Alle zünden sich Kerzen an, schauen tief in eine Rosine und zählen plötzlich beim Atmen. Gut so!
    Denn obwohl ich Trends nicht folgen möchte, ist die Achtsamkeitswelle mal etwas hervorragendes. Nicht nur ich sehe das, auch meine Therapeuten, Dalai Lama, Stefanie Stahl und viele weitere kluge Köpfe um uns herum.
    Warum?
    Wenn wir mit uns SELBST – BEWUSST werden, also Achtsamkeitsübungen machen, bringt es viele Vorteile mit sich- dabei spielt es keine Rolle, wer du bist, was du machst,… du wirst davon profitieren.
    Mit der Diagnose Borderline Persönlichkeitsstörung lernte ich die DBT (dialektisch- behaviorale Therapie) kennen. Die Basis dieser Therapieform ist auch die Achtsamkeit. Ohne diesen Baustein können keine weiteren Säulen gebaut werden, darum ist sie so wichtig.
    Mit bestimmten Übungen folgen zum Beispiel die Fähigkeit leichter Entscheidungen treffen zu können, man ist aufmerksam, gelassen, erwartungsfrei, lernt mitzufühlen und die drei Ebenen des Geistes kommen ins Gleichgewicht.
    Diese drei Ebenen sind: weise/vernünftig, emotional und rational.
    Ein Beispiel: Ich komme von Arbeit heim, total gestresst und kaputt. Um den Frust abzuladen, komme ich meinem Partner*In blöd und und entscheide mich für Chips und Limo zu Abendbrot- Soulfood, wie man so schön sagt.
    Dabei explodiert förmlich die emotionale Ebene.
    Anderes Beispiel: Am Sonntag geht es ins Theater mit Freunden. Du hast Karten, freust dich und als du in deinen Kalender schaust, siehst du, dass du am Montag 5 Uhr aufstehen musst. Die Freude vergeht, weil du dann nicht zu viel Schlaf kommst und sagst das Theater mit Freunden ab, die dann traurig sind.
    Deine weise Entscheidung lässt die emotionale Ebene in Stich.
    Es geht nicht darum, dass ich Dir in deine Entscheidungen reinreden möchte. Viel mehr möchte ich vermitteln, dass man mit den drei Ebenen abwägen kann. Ich persönlich werde zum Beispiel sehr schnell emotional, wenn es um meine Familie geht. Doch statt dem den kompletten Raum zu geben, überlege ich, was objektiv betrachtet die Situation ist. Vielleicht hilft auch die Vorstellung, was ein Freund mir raten würde, wie ich Mitgefühl zeigen kann, ohne jemanden zu nahe zu treten.
    Diese drei Ebenen können Explosionen verhindern, dich ‚zurückholen‘, damit du nicht nur mit Dir selbst, sondern auch mit deinem Umfeld ein achtsames Dasein pflegen kannst.

    Kurze Anekdote:
    Einmal, irgendwann letzten Jahres, war ich sehr sauer auf meinen Therapeut. Ich habe mich gewissermaßen verarscht gefühlt und hatte schlichtweg keine Lust mehr über mein Körperbild zu reden. In mir dachte ich: Es ist halt so und daran wird sich nichts ändern. Es ist Hass, purer Selbsthass und lassen Sie mich damit nun in Frieden.
    Ja, ja. Er ließ mich natürlich damit nicht in Ruhe und wiederholte zum 10. Mal die Wichtigkeit der Achtsamkeit. Ich entgegnete ihm: „Ja toll, also wenn ich jetzt jeden Tag bewusst atme und diese verdammten Skills anwende, werde ich irgendwann meinen Körper akzeptieren, oder was?“
    Seine Antwort?
    „Ja, Frau Pollenleben.“
    Nickend, stumm verließ ich die Sitzung.
    Eines hat der gute Herr geschafft. Es ist heute noch in meinem Kopf und ich glaube ihm.

    Hinzu möchte ich noch etwas aus der Therapie erzählen. Irgendwann saß ich vor meiner Therapeutin, schloss die Augen und begann eine Reise. Sie führte mich ein und ich kreierte ein Bild in meinem Kopf. Vor mir stand eine kleine Anne. Sie wimmerte, dass sie zu dick ist und ‚Michelin-Männchen‘ gennant wurde. Sie hatte das Ziel abzunehmen und schrie, dass sie keinen Bock mehr auf das Leben habe. Ich befand mich direkt vor ihr, die große Anne.
    Die Frage war, wie ich mich anschließend verhielt.
    Ich tröstete mich selbst und entgegnete dem kleinen Mädchen vor mir mit Empathie und Wohlwollen.
    Wenn ich bei dieser kleinen meditativen Reise gut zu mir war, warum also nicht auch im wirklichen Leben?
    Probier‘ es aus!

  • Glaubenssätze und gehende Wege
    „Dabei sind wir doch alle auf dieselbe Weise geboren und sterben auf dieselbe Weise (…) Wenn alle sieben Milliarden zunächst das betrachten, was sie eint, und nicht das, was sie trennt, dann hätten alle weniger Stress und weniger Ärger.“ – Dalai Lama, „Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion“, Benevento Publishing.2015

    Auch wenn der Dalai Lama diese Sätze in einem anderen Zusammenhang im Interview sagte, finde ich die Quintessenz wunderbar zum Dahinschmelzen.
    Alle Menschen werden mit dem gleichen Grundbaustein geboren, kein Mensch wird schlecht und falsch geboren. Der Glaubenssatz, dass man etwas nicht verdient hätte, man selbst ungenügend ist und aus einem Haufen Fehler besteht, eigenen wir uns selbst durch bestimmte Erfahrungen und Prägungen an.

    Nicht nur die Angst, sondern auch Glaubenssätze können wir überprüfen.
    Habe ich zum Beispiel den Satz in mir: “ Ich bin nicht wichtig.“ oder „Ich werde nur gemocht, wenn ich dünn bin.“ dann folgt:
    1) niedrige Selbtsakzeptanz: Gefühle werden ignoriert, unterdrückt, verzerrt
    2) niedrige Selbstfürsorge: Bedürfnisse werden nicht ernstgenommen, nicht versorgt
    3) Selbstbild: automatische Gedanken sind selbstkritisch, überzogen, streng, abwertend
    4)Selbstsicherheit: eigene Bedürfnisse werden nicht benannt oder werden erkämpft, Rechte nicht eingefordert

    Wenn du Dir diese vier Punkte vornimmst, kannst du an deinen persönlichen Glaubenssätzen arbeiten, wenn du magst. Du darfst Dir Fehler verzeihen. Du darfst dich sozial engagieren, deine Wünsche ausleben, Kritik anerkennen. Du darfst essen, trinken, schlafen, pausieren und aktiv sein. Du darfst fair sein, deine Stärken erkennen und dein Recht durchsetzen.
    Du darfst sein.

    In der Vergangenheit bin ich einen Weg gegangen. Dieser Weg ist heute glattpoliert, leergefegt und lässt sich barfuß gehen, weil ich ihn schon so unendliche Male gegangen bin und ihn jedes Mal neu bearbeitet habe. Doch dieser Weg endet in meiner Spirale.
    Unser Gehirn mag es der Wissenschaft zu Folge sehr, wenn wir Routinen haben und nach ihnen handeln. Darum fällt es uns auch so schwer etwas Neues zu machen, weil es uns so vorkommt, als wäre der neue Weg voller großer Steine und mit Brennnessel überwuchert.
    Doch es lohnt sich! Unser Gehirn ist ein Muskel, der lernen kann und will! Wir können ihn trainieren und unser eigener Glückes Schmied sein.
    Denn dich gibt es nicht ohne Werkzeug und du darfst Dir und deinen Zielen treu bleiben.
    Wir denken oft, dass wir es etwas nicht können. Aber das wissen wir solange nicht, bis wir es nicht ausprobiert haben.
    Wenn ich genesen möchte und das eine Priorität von mir ist, dann wäre es ein guter Weg jeden Abend zu meditieren. Natürlich wird dann das Faultier in mir hochkommen. Aber je öfter ich mich meinem Ziel hingebe und den neuen Weg gehe, desto glatter und leichter zu begehen wird er.
    Vertraue Dir! Unterschätze dich nicht!
  • Kannst du deine Grenzen sehen?
    Keine Sorge, das ist der letzte Punkt. Aber ein wichtiger!
    Im Buch von Stefanie Stahl „Das Kind in dir muss Heimat finden“ gibt es ein Kapitel, in der sie beschreibt, wie wichtig es ist unser selbst kennenzulernen und unser eigenes Glück in die Hand zu nehmen. Für viele, auch für mich, ist das eine Herausforderung. Während manche Menschen genau wissen, wie weit sie gehen wollen und wie groß der Spielraum ist, können andere dies nicht abschätzen. Das hat verschiedene Gründe, worauf ich nicht näher eingehen möchte, da das stark individuell ist.
    Aber ich gebe ein Beispiel von mir.
    Mir wurde mal nachgesagt, dass ich unerreichbar scheine. Das lag nicht daran, dass ich wenig erzählt habe, sondern, dass ich mich stets anpasste (meine Grenzen nicht äußerte) und ohne zu zögern mitlief (meine Bedürfnisse nicht äußerte). Somit hätte man mit mir machen können, was man will. Innerlich dachte ich, dass ich gemocht werden möchte und hatte dadurch Angst etwas zu sagen. Wenn ich leise blieb, konnte ich nichts falsches sagen. Wenn ich mich fügte, konnte man mich nicht verlassen. Dass das ein Trugschluss ist, sollte einleuchtend sein.
    In der Therapie übte ich ganz direkt meiner eigenen Bedürfnisse und Grenzen bewusst zu werden. Das stellte mich vor Herausforderungen, besonders, wenn es um ‚klärende Gespräche‘ mit Mitmenschen ging, hatte ich einfach nur Schiss, dass die Menschen mich dann hassen und allein lassen.
    Um unser Gehirn zu trainieren, reicht die Theorie nicht aus. Also musste ich aktiv handeln, statt nur passiv meiner Therapeutin zu zu hören. Das klappte auch nicht sofort, heute ertappe ich mich auch noch dabei, wie ich einfach ‚runterschlucke‘, statt das auszusprechen, was mir auf dem Herzen liegt.
    Sei nicht zu streng mit Dir!
    Die Vier- Felder- Methode half mir beim Entscheidungen treffen, um zu erkennen, was mir wichtig ist und wonach ich mich sehne. Ich habe für dich ein weiteres Schaubild erstellt, mit dem Beispiel eines essgestörten Verhaltens (bzw. dem Drang). Ich bitte jedoch darum zu Verstehen, dass das rein fiktiv ist und zur Anschauung dient. Die Stichpunkte dienen nicht als Vorbild.

Ich glaube, dass es immer eine Lösung gibt. Meine Lösung war es mich von Menschen radikal zu distanzieren, die mir nicht guttaten und denen ich auch nicht guttat. Das muss aber jeder für sich entscheiden. Für mich war es sehr befreiend, als hätte ich jetzt neuen Schwung und wäre bereit für den Absprung, als kleines Vögelein.
Ich drücke Dir die Daumen, bei deinem eigenen tollen Weg.
Damit wäre ich sogar am Ende, lediglich eine Sache habe ich noch für dich. Die Achtsamkeit ist quasi ein Skill (eine Fertigkeit), die zum Wohlergehen verhelfen kann. Ich habe damals Skillstrainings mitgemacht und praktiziere es in meinem Alltag, mal mehr und mal weniger gut.
Ich bin jedoch davon überzeugt und glaube, dass es auch Dir ein Helferlein sein kann, auch ohne Diagnose, ohne Essstörung, etc. Skills helfen eine Ablenkung zu schaffen, kurz ‚runterzufahren‘ und einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich habe dazu eine extra Seite eingerichtet, die in den kommenden Tagen oben auf der Startseite unter „Skills to go“ verlinkt sein wird.

Damit verabschiede ich mich.

Ich hoffe inständig, dass mein Beitrag schlüssig und hilfreich für dich ist. Sollten Fragen aufkommen, was ich sehr verstehen kann, kannst du mir gern eine Mail schreiben.
Hinzu kommt, dass ich mit dem Beitrag niemanden zu Nahe treten möchte. Ich weiß, dass die Themen heikel sind, aber sie sind von Bedeutung und ich möchte sie nicht tabuisieren. Bitte über Verständnis, mir, aber auch Dir selbst gegenüber.

Danke!

Falls Dir der Beitrag gefallen hat, freue ich mich über dein Feedback und eine Weiterempfehlung.

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