Skills to go

Was sind sind Skills und warum benutze ich Skills?

Dieses kurze Wort ‚Skills‘ steht für Fertigkeiten. Jeder Mensch hat sie, jeder Mensch verwendet sie. Denk mal an deine letzte Prüfung zurück, dein letztes Bewerbungsgespräch oder berufliche Herausforderung. Was hast du getan, um deine Nervosität zu reduzieren, wie hast du dich verhalten, als du viel lernen musstest oder auf dem Weg zum zukünftigen Chef warst?
Ich bin mir sicher, dass du unterbewusst agiert hast. Sei es mit Gedanken: „Das wird schon“ oder „Ich schaffe das, wenn nicht, auch nicht so schlimm. Die Welt wird nicht untergehen“. Und vielleicht hast du für ausreichend Nahrung gesorgt, bist beim Lernen bewusst mal raus gegangen, um einen kühlen Kopf zu bewahren.
Das sind Skills. Die Fertigkeiten haben die Eigenschaft unsere Gefühle, Gedanken und Handlungen zu unserem Gunsten zu beeinflussen. Sie setzen Reize und können damit unsere Stimmung erhellen oder auch ‚verdunkeln‘.

Doch manchmal ist die Anspannung in uns zu hoch, wir bekommen eine Krise und würden gern mit dem Kopf gegen die Wand rennen.
Manchmal handeln wir gegen uns selbst und verletzen damit nicht nur uns, sondern auch unsere Mitmenschen.

Manchmal weisen wir ein dysfunktionales Verhalten auf, welches schädlich ist- aber es gibt Hilfsmittel: Skills.

Als ich in Therapie war, wollte ich oft nicht glauben, dass es so ‚einfach‘ sein kann, mir selbst zu helfen. Für mich war das sehr irrational. Doch das ist sehr paradox, denn ich habe es nicht sofort geschafft Skills anzuwenden und in meinem Alltag zu integrieren, also war es wohl doch nicht so ‚einfach‘, wie ich es mir vorgestellt habe.

Skills sind die besseren Antidepressiva!

Skills präventieren, stabilisieren und sollten jederzeit einsetzbar sein.

Da unser Gehirn ein Muskel ist, kann er lernen. Doch das Gehirn mag Routinen, somit ist es extrem schwer aus alten Mustern herauszukommen. Was man jedoch machen kann, ist Skills in den Alltag einzubauen. Wenn man lang genug dran bleibt, werden sie routiniert und laufen wie ein Programm automatisch ab. Das führt dazu, dass wir besser mit Stress und unangenehmen Gefühlen klarkommen und auch zwischenmenschliche Beziehungen mit höherer Zufriedenheit führen.

Es ist wie ein Persönlichkeitstraining, ohne sich selbst dabei zu verlieren, zu verarschen oder im Weg zu stehen.

Da Skills abnutzbar sind, ist es hilfreich so viele, wie möglich, auszuprobieren! Nicht jeder Skill funktioniert bei einem.

Die Fertigkeiten setzt man vor allem ein, wenn man Anspannung verspürt, somit ist es wichtig sich selbst kennenzulernen. Bevor man innerlich wütet und die Emotionen überkochen, gibt es IMMER Anzeichen, die sich verstecken, aber auffindbar sind.
Um dir und deinem Körper näher zu kommen, kann ich Achtsamkeitsübungen empfehlen. Hier ein paar, die ich favorisiere:

– Innerer Garten: Das ist eine Meditationsübung. Dabei ist es egal, ob man liegt, sitzt oder steht. Mit geschlossenen Augen stelle ich mir einen schönen Ort vor. Vielleicht war ich schon einmal da oder überlasse alles meiner Fantasie. Gibt es Wasser? In welcher Form? Sehe ich vielleicht Pflanzen und Tiere? Wenn ja, welche Arten? Was kann ich fühlen? Windet es ein wenig, laufe ich barfuß über eine grüne Wiese oder spüre ich Sand zwischen den Zehen?
Ich gehe auf die Reise in meinen inneren Garten, ohne zu Bewerten, ohne zu Verurteilen.

-WAS & WIE Skills: Hierbei geht es um das Teilnehmen und Beobachten. WAS: Wahrnehmen, was da ist. Beschreiben, was da ist. WIE: In der Gegenwart sein, im Hier und Jetzt. Nicht urteilend die Fakten betrachten. Effektiv erkennen, was funktioniert.

-Atemübungen

Im folgenden Schaubild habe ich versucht darzustellen, dass sich Skills nur für bestimmte Anspannungsniveaus eignen. Gelernt habe ich unter anderem, dass soziale Skills ab 50 % aufwärts wenig gut funktionieren. Wenn ich so stark angespannt bin, drohe ich selbstschädigenden Verhalten zu verfallen und meine Worte können verletzend sein. Darum setze ich zum Beispiel Telefonate, das miteinander Reden, etc eher ein, wenn ich merke, mich belastet etwas.

Erkennt man Anzeichen oder möchte man prävenieren, startet man bei seinen Soft Skills, also jene, die man bei 30% einstuft. Bei denen fängt man immer an!

Bei mir würde es so aussehen, dass ich mich erst auf meinen Atem konzentriere oder wenn ich unterwegs bin höre ich mir freudige Lieder an. Sollte das nicht helfen, zähle ich Tiere auf. Der letzte Buchstabe soll dabei der Anfangsbuchstabe vom nächten Tier sein (Gedanken Flick Flack), das funktioniert auch mit Gegenständen, Städten, etc…
Schießt die Anspannung und damit meine Emotionen in die Höhe und es droht ein Vulkanausbruch, während ich unterwegs bin, zücke ich meine Ammoniak Riechampullen. Es ist wichtig, ein paar hilfreiche Skills immer dabei zu haben!

Zuhause geht das ein bisschen besser, weil man mehr Möglichkeiten hat. Darum empfehle ich die Skills auch ohne Notwendigkeit Zuhause zu üben. Die müssen so richtig fest im Unterbewusstsein verankert werden.

-in Bearbeitung-

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